Dr. Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems: 2010 dürfte durch die sich erholende Wirtschaft der Trend über alle Markt-Segmente in ein Plus von knapp 6% drehen.

Dr. Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems: 2010 dürfte durch die sich erholende Wirtschaft der Trend über alle Markt-Segmente in ein Plus von knapp 6% drehen.

Der noch im Frühjahr für 2009 prognostizierte Umsatzrückgang im Inland von 16% musste im Laufe des Jahres auf -22% nach unten korrigiert werden. Das entspricht einem Umsatz von 12,3 Mrd. Euro. „Allerdings scheint das Schlimmste überstanden zu sein“, so Dr. Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems.

Nachdem im Jahr 2008 bereits ein Umsatzrückgang von 8,4% aufgrund des schwachen vierten Quartals 2008 auf ein Umsatzvolumen von 15,7 Mrd. Euro zu verzeichnen war, verschärfte sich dieser Trend 2009. Damit wird der Markt im laufenden Jahr um 22% auf insgesamt 12,3 Mrd. Euro schrumpfen. Für 2010 wird – einhergehend mit einer Erholung der Weltwirtschaft – mit einer Stabilisierung der Märkte gerechnet.

Während der Umsatzrückgang in Deutschland im vergangenen Jahr hauptsächlich auf die schwachen Halbleiterumsätze mit einem Minus von 13% zurückzuführen war, werden im laufenden Jahr alle Bereiche deutlich Federn lassen: Die Spanne bewegt sich zwischen -19% bei Leiterplatten bis -23% bei Integrierten Schichtschaltungen. Halbleiter-Bauelemente, die den deutschen Bauelemente-Markt nach wie vor mit einem Anteil von etwa 60% dominieren, werden 2009 um 22% zurückgehen, so die Prognose der Marktexperten im ZVEI. Unter den verschiedenen Produktbereichen dominiert in Deutschland wie auch in den vergangenen Jahren die Kfz-Elektronik mit einem Anteil von gut 37%. Der inländische Umsatz in diesem Segment beträgt im laufenden Jahr knapp 4,6 Mrd. Euro. Es folgt die Industrie-Elektronik mit einem Umsatz von 3 Mrd. Euro und die Datentechnik mit 2,6 Mrd. Euro.

Die Industrie-Elektronik, die im vergangenen Jahr noch von der erhöhten Nachfrage aus der Photovoltaik und der Medizintechnik profitieren und damit als einziger Bereich mit einem Plus von 7% abschließen konnte, wurde 2009 voll von den schwachen Märkten im Maschinenbau erfasst. So wird die Industrie-Elektronik 2009 einen Rückgang um 19% auf einen Umsatz von 3 Mrd. Euro aufweisen. Die Telekommunikation wurde 2009 mit einem Umsatzrückgang von rund 18% auf etwa 1,5 Mrd. Euro schließen. Nach den Prognosen des ZVEI werden im Inland im laufenden Jahr alle Markt-Segmente der elektronischen Komponenten ein zweistelliges Umsatzminus aufweisen.(jj)