Datenbrille statt Panel: Über eine erzeugte virtuelle Realität behalten Anwender Informationen im Blick und während der Arbeit die Hände frei.

Datenbrille statt Panel: Über eine erzeugte virtuelle Realität behalten Anwender Informationen im Blick und während der Arbeit die Hände frei.
Inosoft

Anhand eines 3-D-Druckers, der stellvertretend für eine Maschine steht, demonstriert Inosoft, wie ein Maschinenbediener mithilfe von Smartphone oder Tablet, Augmented Reality und Visualisierungstechnik alle Informationen zugespielt bekommt, die ihm das Überwachen und Bedienen erleichtern. Die Lösung entstand in Kooperation mit dem Usability-Spezialisten Ergosign, der die grafische Oberfläche beisteuerte.

Und es geht noch futuristischer: Die Unternehmen haben eine Applikation entwickelt, bei der Besucher der SPS über eine Datenbrille, in die ein Smartphone integriert ist, den 3-D-Drucker virtuell wahrnehmen können. Die Bilder dazu generiert die Kamera des Smartphones, indem sie der Kopfbewegung des Betrachters folgt. In die erzeugte virtuelle Realität lassen sich Informationen wie Messwerte oder Installations- und Wartungsanleitungen einblenden. Über die Bedienelemente der Brille kann der Betrachter auf Einspielungen reagieren, Aktionen bestätigen oder Informationen anfragen. Ein Vorteil der Technologie besteht darin, dass der Anwender während seiner Arbeiten – etwa dem Austausch eines Ersatzteils – anders als bei der Nutzung eines Tablets, die Hände frei hat. Er kann direkt den in der Datenbrille dargestellten Anweisungen folgen.

Um diese Anwendung zu ermöglichen, war eine Aktualisierung der Prozessvisualisierung Visiwin notwendig: So bietet die Software mit der Version 7.1 einen Client-Typ, der plattformunabhängig ist und die Betriebssysteme iOS und Android unterstützt. Durch HTML5-Technologie lassen sich Oberflächen in jedem beliebigen Browser anzeigen, auch auf mobilen Geräten oder in Virtual-Reality-Brillen. Responsive Webdesign bewirkt automatisch den passenden grafischen Aufbau je nach Anforderung des jeweiligen Geräts. Anwender können sich zudem ein eigenes Prozessdaten-Dashboard erstellen. Darüber hinaus ermöglicht die Software, beliebig viele Visiwin-Server mit einem Client zu vernetzen. Damit kann der Anwender mehrere Maschinen von einem Leitstand aus überwachen und steuern. Auch die Unterstützung für redundante Systeme wurde verbessert, indem der Client bei Ausfall des einen Servers automatisch auf einen anderen Server umschaltet. Datenschnittstellen bestehen zu allen am Markt gängigen Steuerungen – jetzt auch zu den Siemens-Steuerungen S7-1200 und S7-1500 im Bausteinzugriff inklusive Variablenimport aus dem TIA-Portal.

SPS IPC Drives 2015 – Halle 7, Stand 480