Die Exporte bleiben im ersten Quartal 2014 auf fast dem gleichen Niveau wie 2013.

Die Exporte bleiben im ersten Quartal 2014 auf fast dem gleichen Niveau wie 2013. Anyka – Fotolia.com

„Einbußen in den Bric-Staaten – hier insbesondere in Russland – konnten dank der guten Nachfrage aus den USA und den wieder wachsenden Ausfuhren in die EU-Partnerländer – mit 42 % unser wichtigster Absatzmarkt – weitgehend kompensiert werden“, erklärte Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA. Die Maschinenimporte betrugen im gleichen Beobachtungszeitraum 14,1 Milliarden Euro. Das sind 1,6 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Außenhandelsbilanzsaldo der Maschinenbauer betrug damit im ersten Halbjahr plus 21,6 Milliarden Euro.

Exporte nach Europa verfehlen knapp das Vorjahresziel

Die Exporte in die Hauptabsatzregion Europa verfehlten das Vorjahresniveau ganz knapp um 0,2 %. Während die Lieferungen in die EU-28 um 2,4 % stiegen, gingen die Maschinenlieferungen nach Russland um 17,2 % und in die Türkei um 7,8 % zurück. Die Ausfuhren nach Russland hatten somit schon vor Beginn der Krise in der Ukraine aufgrund der schwachen russischen Binnenkonjunktur an Dynamik eingebüßt.

Region Asien 2,3 % unter Vorjahresniveau

Die Exporte nach China, dem mit einem Exportanteil von 11 % wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Maschinenbauer, blieben mit minus 2,5 % weiter im negativen Bereich. Die Maschinenausfuhr nach Indien schrumpfte um 11,7 %. Auch die Lieferungen nach Südkorea und Taiwan gingen zurück. Die Maschinenlieferungen nach Japan stiegen dagegen um 3,2 %. Erfreulich entwickelte sich die Region Südostasien, hier insbesondere Thailand (+29,4 %) und Vietnam (+65,5 %). In Asien in Summe blieben die Exporte um 2,3 % unter dem Vorjahresniveau.

USA weiter mit plus 6,6 % auf Wachstumskurs

In den USA, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt der deutschen Maschinenbauer, blieben die deutschen Exporteure auf dem Wachstumspfad. Die Lieferungen stiegen um 6,6 %. Die Region Nord-Amerika in Summe kam aufgrund rückläufiger Exporte nach Kanada auf einen Zuwachs von 5,3 %. Unbefriedigend war die Entwicklung in Mittel- und Südamerika. In Mittelamerika wurde die Messlatte des Vorjahres um 13,6 % verfehlt. Südamerika verfehlte den Vorjahreswert um 7,8 %, wobei die Lieferungen nach Brasilien (-20,7 %) und Chile (-42,2 %) kräftig schrumpften. Venezuela (+157,5 %) und Peru (+80,5 %) lieferten hier einen kleinen Ausgleich.