2015 sind die Exporte des deutschen Maschinenbaus um 2,6 % auf 155 Milliarden Euro gestiegen.

2015 sind die Exporte des deutschen Maschinenbaus um 2,6 % auf 155 Milliarden Euro gestiegen. Bosch

„Trotz aller Unsicherheiten in den Märkten ist es gelungen, einen neuen Export-Rekord aufzustellen“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Dabei hat sich der Markt verändert: Die USA haben China an der Spitze der wichtigsten deutschen Maschinenexport-Märkte abgelöst. So gingen die Ausfuhren nach China um 5,9 % auf 16 Milliarden Euro zurück. Der Export in die USA nahm um 11,2 % zu und erreichte 16,8 Milliarden Euro.

Weiterhin hat sich das Russlandgeschäft geändert, allerdings laut VDMA wie erwartet: Es ging um 26,8 % auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Russland, das im Jahr 2013 noch der viertwichtigste Handelspartner hinter China, den USA und Frankreich war, landete 2015 damit auf Rang zehn der deutschen Exportdestinationen. Ein Nachbarland rückte dafür ins Rampenlicht: Polen verzeichnete den stärksten absoluten Zuwachs in Europa. Die Exporte dorthin stiegen um 14 % auf 5,7 Milliarden Euro – Platz 8 unter den Exportmärkten.

Die Exporte in die EU insgesamt wuchsen um 6,7% auf knapp 70 Milliarden Euro. Annähernd die Hälfte (44,8 %) aller von Deutschland exportierten Maschinen wurden in der EU abgesetzt. An dem Zuwachs waren fast alle Länder beteiligt, Italien und Spanien zweistellig.

Von den außereuropäischen Schwellenländern kamen nur vereinzelt Impulse. In Lateinamerika ragte die Steigerung der Exporte nach Mexiko heraus (40,4 % ), womit der Markt Brasilien überholt hat und nun zu den Top 20 gehört. Südamerika insgesamt blieb um 6,2 % unter dem Vorjahreswert, ebenso wie Südostasien mit minus 7,6 %. Die OPEC-Länder in Summe blieben aufgrund fallender Ölpreise um 9,2 % unter dem Bestellniveau des Vorjahres, während Saudi-Arabien und die Emirate nochmal jeweils um 7,2 % zulegen konnten.