Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender DMG MORI, Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender Dürr AG, Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG und Thomas Spitzenpfeil, Vorstand (CFO/CIO) der Carl Zeiss AG gaben am 5. September ihres Joint Venture Adamos bekannt (vlnr). Gemeinsam entwickeln die Unternehmen eine offene Infrastruktur für die Fabrik der Zukunft.

Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender DMG MORI, Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender Dürr AG, Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG und Thomas Spitzenpfeil, Vorstand (CFO/CIO) der Carl Zeiss AG gaben am 5. September ihr Joint Venture Adamos bekannt (vlnr). Gemeinsam entwickeln die Unternehmen eine offene Infrastruktur für die Fabrik der Zukunft. Foto: Marc Fippel Fotografie

DMG Mori, Dürr, die Software AG und ZEISS sowie ASM PT sind zu gleichen Teilen an der Adamos GmbH mit Sitz in Darmstadt beteiligt. Zusätzlich können weitere Maschinen- und Anlagenbauer als Partner das Leistungsspektrum von Adamos nutzen und eigenständig vermarkten. Als Plattform­Dienstleister stellt Adamos allen Nutzern IIoT-Werkzeuge und -Funktionen zur Verfügung.

Interessant an der Konstellation ist, dass es mit Axoom eine vergleichbare Plattform- und Lösungsansatz gibt. Diese IoT-Plattform mit Trumpf als Haupt-Protagonisten ist ebenso offen und hat auf ihrer Home-Page (Stand: 5.September) ihre Partner gelistet, darunter auch die Software AG und Zeiss.

Für den Maschinenbau sind Industrie 4.0 und das Internet der Dinge die aktuell wichtigsten Treiber von Wachstum, Innovation und Produktivität. Im Wettrennen um die Datenhoheit ist ein hohes Innovationstempo gefordert. Zugleich erfordert das Internet der Dinge hohe Investitionen, spezielle Fachkräfte und die Beherrschung neuer Technologien. Hier setzt die branchenübergreifende Kooperation an und stellt allen Beteiligten zentral entwickelte Lösungen und Services zur Verfügung. Dies reduziert den Aufwand und verhindert Abhängigkeiten von externen Software-Anbietern, da die Endanwender sowohl die Maschinen als auch die IIoT-/Software-Lösungen aus einer Hand, dem Maschinenbauer, beziehen und ihre Daten souverän nutzen können. Die Plattform stellt dazu ein Portfolio mit maschinenbauspezifischen sowie branchenspezifischen Anwendungen zur Verfügung. Als ‚White-Label‘-Lösung, bei der das Frontend zum Kunden variabel ist, kann das jeweilige CI auch auf den IIoT-Auftritt übertragen werden.

Die Adamos App Factory konzentriert das technologische Know-how und Branchenwissen der Partner zur schnellen und gemeinsamen Entwicklung von Apps. Applikationen zu den Themengebieten Planning, Predictive Maintenance, Machine Cockpit/Dashboard und Instandhaltung sollen ab Anfang 2018 in der Cloud bereit stehen.