Fachpack-Besucher erlebten die Maschinepräsentation von Langhammer mithilfe der Hololens rein virtuell.

Fachpack-Besucher erlebten die Maschinepräsentation von Langhammer mithilfe der Hololens rein virtuell. AIT

Für Außenstehende war die Anlage nicht sichtbar, für die Hololens-Träger dagegen umso intensiver: Mithilfe der Brille sahen Messebesucher eine 3D-Simulation und steuerten die Anlage durch Sprachkommandos und Gesten. Innerhalb der Simulation konnten sie sich gefahrlos in die Maschine begeben und unter einen Greifer stellen, um diesem bei der Arbeit zuzusehen. Friedrich Mährlein, Senior Manager Controls bei Langhammer, kann sich vorstellen, diese Art der Präsentation in Zukunft verstärkt einzusetzen: „So kann unser Vertrieb Kunden neue Maschinen direkt in deren Umgebung zeigen, ganz egal wo auf der Welt sie sind“, sagt er.

Hololens bald zur Bedienerführung?

Die Mixed-Reality-Brille Hololens  arbeitet selbstständig, unabhängig von einer Verbindung zu einem Rechner oder zu einem Smartphone, da in ihr ein Computer mit einer holografischen Recheneinheit (Holographic Processing Unit, HPU) integriert ist. Die Brille verfügt über durchsichtige Gläser und stellt Hologramme von virtuellen Gegenständen in der realen Welt dar. Nutzer können mit diesen Objekten interagieren. Dabei erfassen Bewegungssensoren die Umgebung des Nutzers und die Brille registriert Gesten und Sprache in ihrer Umgebung in Echtzeit. Über ein 3D-Audiowiedergabesystem in den Bügeln erhält der Träger einen sogenannten binauralen Sound: Je nach Position des Kopfes werden nicht nur die Hologramme und Projektionen korrekt im Raum angeordnet, sondern auch die Tonquellen werden entsprechend positioniert.

Das Modell der Hololens-Anlage basiert auf 3D-CAD-Daten.

Das Modell der Hololens-Anlage basiert auf 3D-CAD-Daten. AIT

Die Lösung zur Maschinenpräsentation entwickelte das Stuttgarter Softwarehaus AIT. Auf Basis der 3D-CAD-Daten, die Langhammer lieferte, brachte das Unternehmen ein Modell der Anlage auf die Hololens. Es wurde animiert und mit Funktion versehen. Einige Unternehmen würden bereits darüber nachdenken, solche Brillen auch als Assistenzsysteme bei der Bedienerführung von Maschinen oder im Service einzusetzen, erläutert Lars Roith, Geschäftsführer AIT. „Durch die integrierten Kommunikations- und Kollaborationsdienste wie Skype“ könnten Anwender dann „auf weltweit verteilte Experten zurückgreifen, von denen sie live in ihre Umgebung Hilfen und Problemlösungen projiziert bekommen.“