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Dr. Peter Liese ist Abgeordneter für Südwestfalen im Europäischen Parlament.
Mit Jan Wolter (31) hat der Industrieverband Spectaris ab 1. Januar 2011 einen neuen Leiter des Fachverbandes Medizintechnik.

Das regulatorische System für Medizinprodukte hat sich seit über fünfzehn Jahren bewährt. „Die Sicherheit von Medizinprodukten ist mit dem Verfahren für die CE-Kennzeichnung bereits gegeben“, kommentiert Jan Wolter, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei Spectaris. Für Medizinprodukte höherer Risikostufen, beispielsweise Implantate, gebe es bereits sehr strenge gesetzliche Anforderungen an die Hersteller. Dazu gehören neben einem Qualitätsmanagementsystem ein kontinuierliches Risikomanagement, umfangreiche Tests im Labor sowie die Durchführung einer klinischen Prüfung zum Nachweis der Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Effektivität. „Bevor über schärfere Marktzugangsregeln gesprochen wird, sollten andere Länder die in Deutschland zum Teil strengeren Regeln übernehmen“, ergänzt Ludolf Schmitz, Geschäftsführer von Schmitz und Söhne.

So trägt in Deutschland ein nach dem deutschen Medizinproduktegesetz geforderter Sicherheitsbeauftragter persönlich Verantwortung in Medizintechnikunternehmen hinsichtlich kritischer Vorfälle und systematischer Unregelmäßigkeiten. Eine derartige Person ist beispielsweise nach französischem Recht nicht gefordert. Verschärfungen beim Marktzugang hält Peter Liese, der im Europäischen Parlament aus dem Wahlkreis Südwestfalen gehört, auch nicht für angebracht. „Den Patientinnen und Patienten bringt es wesentlich mehr, wenn die Kontrollen im Markt verstärkt werden. Dafür werde ich mich im Parlament stark machen.“