Das Netzwerk Plattform Industrie 4.0 und das Industrial Internet Consortium (IIC) demonstrierten mit diesem Exponant die IIoT-Sicherheit in einer echten, verteilten Umgebung mit mehreren Lieferanten auf der Hannover-Messe.

Das Netzwerk Plattform Industrie 4.0 und das Industrial Internet Consortium (IIC) demonstrierten mit diesem Exponant die IIoT-Sicherheit in einer echten, verteilten Umgebung mit mehreren Lieferanten auf der Hannover-Messe. BMWi/Reitz

Der Unterstützungsbedarf im Mittelstand ist hoch – und so bietet die Plattform entsprechende Informationen an: Der ‚Industrie-4.0-Kompass‘ auf der Homepage des Netzwerks liefert einen schnellen und strukturierten Überblick über die deutschlandweiten nicht-kommerziellen Unterstützungsangebote zu Industrie 4.0. Die ‚Online-Bibliothek‘, die ‚Online-Landkarte‘ sowie ‚Anwendungsbeispiele‘ und ‚Testzentren‘  stehen als Ratgeber- und Wissensdatenbank für Industrie 4.0-Lösungen bereit. Bernd Leukert, Sprecher des Lenkungskreises der Plattform und Mitglied des SAP-Vorstands, sagte dazu: „Wir wollen in diesem Jahr einen Fokus darauf setzen, innovative Industrie-4.0-Projekte als Showcase vorzustellen“. Nach Leukerts Worten sind es gerade die kleineren Unternehmen, die nach Orientierung bei der Frage suchen, wohin die Reise geht: „Leider gibt es hierzulande noch zu wenig große Leuchtturmunternehmen, die uns zeigen, wie es gehen und nachhaltig erfolgreich sein kann. Wir müssen noch viel erproben und Konzepte validieren.“ Das geschieht  praxisnah beispielsweise über das Labs Network Industrie 4.0, über die Pilotimplementierungen der RAMI 4.0-Verwaltungsschale oder über das Security-Projekt der Plattform mit dem Industrial Internet Consortium.

„Wir wollen in diesem Jahr einen Fokus darauf setzen, innovative Industrie-4.0-Projekte als Showcase vorzustellen“, sagte Bernd Leukert, Sprecher des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 und Mitglied des SAP-Vorstands.

„Wir wollen in diesem Jahr einen Fokus darauf setzen, innovative Industrie-4.0-Projekte als Showcase vorzustellen“, sagte Bernd Leukert, Sprecher des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 und Mitglied des SAP-Vorstands. Redaktion IEE

Die IT-Sicherheit von Industrie-4.0-Anwendungen ist ein Schlüsselthema in der Zusammenarbeit mit den Partnerinitiativen aus Japan, China, Frankreich, Italien und den USA. Gemeinsam mit dem Industrial Internet Consortium (IIC) demonstrierte die Plattform anhand eines Exponats (genannt ‚Interoperable Trustworthy Global Security Solution‘) eine echte, verteilte Umgebung mit mehreren Lieferanten. Mit Hilfe des vom IIC veröffentlichten ‚Industrial Internet Security Framework‘ und Konzepten der sicheren Zusammenarbeit in unternehmensübergreifenden Umgebungen der Plattform Industrie 4.0 zeigte diese Lösung für die Netzwerksicherheit, wie trotz verschiedener Sicherheitsumfelder eine integrative und sichere IT-Lösung für die Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg funktionieren kann.

„Industrie 4.0 ist nicht nur eine technische Veränderung, sondern bedingt auch einen organisatorischen Wandel im Unternehmen“, hob der BMBF-Staatsekretär Dr. Georg Schütte hervor.

„Industrie 4.0 ist nicht nur eine technische Veränderung, sondern bedingt auch einen organisatorischen Wandel im Unternehmen“, hob der BMBF-Staatsekretär Dr. Georg Schütte hervor. Redaktion IEE

Der BMBF-Staatsekretär Dr. Georg Schütte verwies in diesem Zusammenhang auf das Nationale Referenzprojekt ‚Juno‘ zur IT-Sicherheit in Industrie 4.0, das noch bis Juni 2018 läuft. Im Rahmen dieses Projekts werden Bedrohungen sowie Risiken für die intelligente Fabrik identifiziert und Schutzmaßnahmen entwickelt, die exemplarisch an vier Demonstratoren umgesetzt werden. An dem Projekt sind auch Industriepartner wie Bosch und Siemens beteiligt. Auf der Messe war bereits ein Leitstand (Demonstrator) zu sehen, der Fehlkommandos oder fremde Eindringlinge im Unternehmensnetz erkennt bevor der Produktionsprozess zum Stehen kommt. Ziel des Referenzprojekts ist es, möglichst allgemein verwendbare Lösungen für Herausforderungen der IT-Sicherheit im industriellen Anwendungsfeld zu entwickeln, um diese Unternehmen an die Hand zu geben. Die getesteten und übertragbaren IT-Sicherheitslösungen werden in einem Werkzeugkasten zusammengefasst und können als ‚Blaupause‘ für die sichere Industrie 4.0 herangezogen werden.