Schwerpunkt der aktuellen Studie der Reihe Roboscan des BIBA: die Mensch-Maschine-Interaktion.

Schwerpunkt der aktuellen Studie der Reihe Roboscan des BIBA: die Mensch-Maschine-Interaktion.BIBA

Die Marktstudie ist Teil der Studienserie Roboscan, die bereits seit 2007 zu Fragestellungen über Automatisierung und Robotik läuft. Schwerpunktthema diesmal war die ‚Mensch-Maschine-Interaktion‘, für die zwischen April und Ende Juli 2014 Teilnehmer aus Logistikunternehmen (11 %), Anbieter für Planungsleistungen und Beratung zum Einsatz von Robotiksystemen ( 7 %), Technologieanbieter für Bau, Integration, Wartung und Instandhaltung (32 %) sowie Forschungsinstitutionen (50 %) befragt wurden. Die Studie beschreibt die Robotik-Logistik „als Handlungsfeld, auf dem Leistungen industrieller Robotertechnologien für die innerbetriebliche Materialfluss- und damit Prozessoptimierung nachgefragt und angeboten werden.“ Ziel war es, die Trends und Einsatzpotenziale in der Robotik-Logistik hervorzuheben.

Einsatz von Robotern ist wichtig

Insgesamt – das zeigt die Gesamtbetrachtung der Studien – greifen Logistikunternehmen immer häufiger auf Rotoberanwendungen zurück: Waren es 2007 noch 41 %, ist die Zahl der Unternehmen 2014 auf 67 % gestiegen, von denen alle die „Mehrauslastung“, die „Effizienzsteigerung bei der Gestaltung von Warenflüssen“ sowie die „Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit“ als ausschlaggebende Gründe für Robotik sehen. Als Herausforderung sehen die Befragten vor allem den Aspekt der sicherer Mensch-Maschine-Kooperation, aber auch Personen- und Datensicherheit.

Unter allen Befragten gilt als das wichtigste Kriterium eine „einfache Bedienung und Programmierung“. Für die Logistikunternehmen zählt als ausschlaggebend aber vor allem die „einfache Integration in den vorhandenen Betrieb“. Insgesamt sind sich die Befragten aber einig, dass der Einsatz von Automatisierungslösungen (96 %) und von Roboterlösungen (82 %) wichtig für Logistikunternehmen ist. Tatsächlich planen alle der befragten Logistikunternehmen den Einsatz eines oder mehrerer Roboter in den nächsten fünf Jahren. Dennoch besteht bis dahin noch Handlungsbedarf – unter anderem in der Entwicklung flexibler und prozesssicherer Greifsysteme, der Durchgängigkeit der Automatisierung oder der einfacheren Integration und Wartungsmöglichkeiten durch firmeneigenes Personal.

Auffällig zeigt sich in den Ergebnissen, dass die Sichtweisen im Vergleich unter den Gruppen teils deutlich verschieden ausfallen: Kunden und Anbieter sind sich nicht immer einig. Die Logistikunternehmen bevorzugen beispielsweise die „Vollautomatisierung einzelner Bereiche“ vor einer „stufenweisen Entwicklung bis zur Vollautomatisierung im gesamten Logistikprozess“, wie es die Anbieter der Technik sehen.
Dennoch sind sich die Studienteilnehmer einig: Insgesamt erleichtert sich die Arbeit durch Roboter.