Noch immer ist der Automobilbau die stärkste Abnehmerbranche der Robotik. Aber die General Industry holt auf.

Noch immer ist der Automobilbau die stärkste Abnehmerbranche der Robotik. Aber die General Industry holt auf.Nataliya Hora – Fotolia.com

Die Robotik steigerte 2012 ihren Branchenumsatz um 8 % und erreichte damit einen neuen Umsatzrekord von drei Milliarden Euro. Der Fachverband geht davon aus, dass die Robotik nach den hohen Umsatzsteigerungen der vergangenen drei Jahre 2013 auf dem Wert von 3 Milliarden Euro stagnieren wird. Die Umsätze der Automation rund um die Robotik stiegen nicht so stark wie die Robotik selbst. Das geringste Umsatzwachstum erreichte der Bereich Integrated Assembly Solutions (Montage- und Handhabungstechnik) mit einem Wachstum von 1 % auf 5,94 Milliarden Euro. Der Umsatz soll 2013 aber um 5 % auf 6,2 Milliarden Euro wachsen, teilweise bedingt durch den hohen Auftragsbestand bei Systemen. Den Herstellern von Industrieller Bildverarbeitung erging es besser. Sie erreichten 2012 einen Umsatz von 1,49 Milliarden Euro (2011: 1,51 Milliarden Euro). Ihr Umsatz soll 2013 wieder um 5 % auf 1,6 Milliarden Euro wachsen.

Automobilindustrie stärkste Abnehmerbranche, aber General Industry rückt nach

„Die Automobilindustrie sorgte seit 2009 für ein nahezu ungebremstes Wachstum in allen Teilbranchen von Robotik und Automation. 2012 hat sich das verändert, und zwar in den einzelnen Teilbranchen unterschiedlich. So wurden 2012 11 % mehr Roboter in die General Industry in Deutschland verkauft als im Vorjahreszeitraum“, betonte Baumtrog. Die Roboter-Käufe der Automobilindustrie gingen um 16 % zurück. Damit erhöhte sich der Anteil der General Industry von 35 auf 42 %. Dennoch liegen die Absatzmengen in der General Industry noch immer unter den Vorkrisenwerten.

Für Integrated Assembly Solutions war auch 2012 die Automobilindustrie mit Abstand die stärkste Kundenbranche. Gegenüber 2011 stieg der Umsatz um rund 8 %; der Umsatzanteil wuchs von 62 auf 71 % an. Dagegen ging der Umsatz mit der General Industry deutlich zurück. „Es muss jedoch beachtet werden, dass wegen der hohen Auftragsbestände viele Projekte 2012 noch nicht abgeschlossen werden konnten und sich Umsatzanteile ins Jahr 2013 verschieben“, so Baumtrog. Für die Industrielle Bildverarbeitung hat sich 2012 der Umsatz mit der Automobilindustrie um 24 % verringert. Mit der General Industry ist er dagegen um fast 7 % gewachsen und mit den nicht-industriellen Branchen sogar um 9 %.