Thomas Hartung, Vice President Sales und Marketing bei X-Fab: Die gesamte Kontrolle erfolgt auch weiterhin von Erfurt aus.

Thomas Hartung, Vice President Sales und Marketing bei X-Fab: Die gesamte Kontrolle erfolgt auch weiterhin von Erfurt aus.

Die in Erfurt ansässige X-FAB Semiconductor Foundries AG und die 1998 gegründete 1st Silicon (Malaysia) Sdn Bhd haben sich am 22.3.2006 zu einem Unternehmen namens XFAB Silicon Foundries N.V. zusammengeschlossen.

Als der Erfurter Halbleiterhersteller X-Fab am 16.3.2006 (also knapp eine Woche vor dem Merger) sein Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr präsentierte, konnte das Unternehmen nicht nur eine Verdopplung der Erlöse vorweisen. Vielmehr betonten die Erfurter, dass sie sich nach Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung umschauten. X-Fabs Finanzvorstand Chris Förster sagte damals: „Wenn wir das richtige Projekt finden, ist auch eine Übernahme nicht ausgeschlossen.“, während X-Fabs CEO Hans-Jürgen Straub damals betonte, dass das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 74% finanziell gut für weiteres profitables Wachstum gerüstet sei und die Auftragseingänge seit Monaten nach oben wiesen.

Kombiniert man diese Kommentare mit dem neuen Firmennamen, so drängt sich auf, dass die Erfurter in dem neuen Unternehmen die klare Führungsrolle übernehmen werden. „Der operative Standort ist und bleibt Erfurt“, betonte Thomas Hartung, Vice President Sales und Marketing bei X-Fab auf Anfrage der elektronik industrie. „Die gesamte Kontrolle erfolgt auch weiterhin von Erfurt aus.“ Bis zum Ende des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein.

Alle Werke der Unternehmen in Sarawak (Malaysia), Erfurt, Lubbock (Texas) sowie Plymouth (Großbritannien) bleiben erhalten und auch im Verkaufsnetzwerk ergeben sich nur geringe Überlappungen.

Die Gesamtproduktion des neuen Unternehmens soll bei etwa 700.000 200-mm-Wafern pro Jahr liegen, während der Umsatz in 2006 mit über 300 Millionen US-$ prognostiziert wird. X-Fab alleine verzeichnete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 162,7 Millionen Euro. (av)