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Die M17-Steckverbinder im Miniaturformat sorgen für eine hohe Leistung trotz geringer Baugröße.
Trotz der um 15 Prozent verringerten Baugröße erreicht der Rundsteckverbinder Übertragungsleistungen bis zu 20 A bei 630 V.
Bauformen des Rundsteckverbinders in der Übersicht: Kabel- und Kupplungssteckverbinder (oben) sowie gerader Gerätesteckverbinder und Wanddurchführung (unten).
Mittels optischer Farbmarkierungen können die Steckverbinder leicht unterschieden werden.

Die Anforderungen an Rundsteckverbinder haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. Heute liegt die Herausforderung darin, mehr Funktionen und höhere Leistungen bei gleich­zeitiger Verringerung des Bauraumes und des Gewichts zu erzielen. Gerade im Bereich der Unterhaltungselektronik, bei Mobil-Telefonen sowie in der Computer-Branche werden die Geräte immer kleiner und leistungsfähiger. Diesen Trend zur Miniaturisierung gibt es auch in der industriellen Geräteanschlusstechnik.

Die neuen Rundsteckverbinder der Familie M17 Compact von Phoenix Contact besitzen die gleiche Leistungsfähigkeit bei deutlich reduzierter Baugröße. Im Vergleich zur M17-Standardserie wurde die Baugröße um 15 Prozent reduziert – bei gleichbleibenden Leistungsdaten (Bild 2). Der Durchmesser des Kabelsteck­verbinders wurde von ursprünglich 21,3 auf schlanke 18,7 mm verringert. Auch die Länge konnte von 52,3 auf 44,5 mm verkürzt werden. Trotz dieser Reduzierung der Baugröße überträgt der Rundsteckverbinder 20 A bei 630 V Nennspannung. Mit diesen Maßen wird die Steckverbinder-Familie zur kompakten Alter­native zu den bisherigen M23-Anschlüssen.

Schnellverriegelung spart Zeit

Um dem Trend zur Miniaturisierung bei gleich­bleibender Leistung in der Geräteanschluss­technik folgen zu können, wurden vier neue kompakte Gehäusebauformen entwickelt, die eine flexible Lösung für den individuellen elektrischen Anschluss ermöglichen (Bild 3). Neben dem Kabelsteckverbinder, der mit dem Schnellverriegelungssystem Speedcon ausge­stattet ist, wird ein passender Kupplungs­steckverbinder für die fliegende Verbindung angeboten. Für die Anbindung an Gehäuse- und Schaltschrankwände gibt es den geraden Gerätesteckverbinder mit Flansch­befestigung. Die Fixierung des Gerätesteck­verbinders am Gerät erfolgt über einen Vierlochflansch mit Schrauben der Größe M3. Dabei beträgt das Flanschmaß platzsparende 21,6 x 21,6 mm2. Als vierte Bauform umfasst das Programm die Wanddurchführung, welche sich durch ihre flexible Montage auszeichnet. Durch einfaches Tauschen der Formdichtung auf die andere Seite des Flansches kann die Wanddurchführung sowohl zur Vorderwand- als auch zur Hinterwandmontage verwendet werden. Wie beim geraden Gerätesteckverbinder erfolgt die Befestigung des Flansches am Gerät mithilfe von vier Schrauben.

Mehrwert durch Personalisierung

Die individuelle Kennzeichnung der Steck­verbinder mit Farbringen bietet dem Anwender eine praktische Möglichkeit zur Differen­zierung. Dabei werden drei verschiedene Farben als Standard angeboten. Neben dem klassischen Schwarz werden zur besseren Unterscheidungs­möglichkeit der Leistungs- und Signalanschlüsse orangefarbene und grüne Farbringe angeboten. Somit kann an größeren Anlagen mit vielen gleichartigen Steckverbindungen nichts verwech­selt oder falsch gesteckt werden. Bei Antrieben besteht nun auch die Möglichkeit, anhand der Farbmarkierung optisch zwischen dem Leistungs- und dem Signal-Steckverbinder zu unterscheiden (Bild 4).

Eine Personalisierung des Steckverbinders ist durch kundenspezifische Farbringe ebenfalls kein Problem – der Kunde kann die Farbmarkierung der Produkte farblich individu­ell nach seinen Wünschen gestalten lassen.

Halbe Umdrehung reicht aus

Das Schnellverriegelungssystem Speedcon ermöglicht das „blinde“ Stecken auf dem Geräteflansch – mit weniger als einer halben Umdrehung der Rändel­mutter wird der Steckverbinder verriegelt. Unter beengten Einbauverhältnissen vereinfacht sich die Handhabung auf diese Weise erheblich. Denn auch die Gerätebauer und Hersteller von Antrieben setzen beim Einbauraum sowie bei der Größe der Geräte auf Miniaturisierung. Dichtigkeit und Rüttelfestigkeit des Steckverbinders werden nicht beeinträchtigt. Das neue Rändel-Design mit der Markierung „open – locked“ gibt zusätzlich eine optische Rückmeldung an den Anwender. Der weiß dann immer, ob die Steckverbindung geöffnet oder sicher verschlossen ist.

Große Auswahl an Polbildern

Trotz der kompakten Bauformen erreicht der Metallrundsteckverbinder Übertragungsleistungen von bis zu 20 A bei einer Bemessungsspannung von 630 V. Im Leistungsbereich sind die Polzahlen 4 (3+PE), 6 (5+PE), 7 (6+PE), 8 (7+PE) sowie 9 (5+3+PE) erhältlich.

Im Angebot sind Leistungspolbilder sowie zwei Polbilder für den Signalbereich. Mit dem 8- sowie dem 17-poligen Isolierkörper werden Signale zuverlässig übertragen. Eine Besonder­heit aller Kontaktträger ist, dass sich diese sowohl mit Stift- als auch mit Buchsenkontakten bestücken lassen. Die Kontakte werden radial in den Kontaktträger „eingeclipst“ und ermöglichen dadurch eine einfache und übersichtliche Konfektionierung.

Die neuen Steckverbinder setzen auf die vibrationsfeste Crimp-Anschlusstechnik. Der Steckdurchmesser der Kontakte aller Polbilder – außer beim 4- und beim 17-poligen – liegt bei einem Milli­meter. Dagegen wird der 4-polige mit 2 mm-Kontakten bestückt, um die hohen Übertragungs­leistungen zu ermöglichen. Aufgrund der hohen Packungsdichte beim 17-poligen Isolier­körper werden hier Kontakte mit 0,6 mm Steck­durch­messer verwendet. Die große Vielfalt an Polbildern bietet für jede Applikation die richtige Anschlussmöglichkeit.

Hohe Anschlussquerschnitte trotz kleiner Baugröße

Im Signalbereich sind Anschluss-Querschnitte von 0,06 bis hin zu 1,0 mm² möglich. Bei den Leistungssteckverbindern können sogar Litzenquerschnitte von bis zu 2,5 mm² verarbei­tet werden. Dabei reichen die Kabelklemm­bereiche von 3,5 mm Kabeldurchmesser bis zu 12,7 mm. Durch eine 360°-Rundumkontaktierung kann der Kabelschirm auf das Gehäuse aufgelegt werden – unabhängig vom Kabeldurch­messer. Das Schirmgeflecht muss dabei nicht auf eine bestimmte Länge gekürzt werden. Da die Kontakte seitlich eingeclipst werden und der Kabelschirm nicht mehr abgeschnitten wird, ist die Konfektionierung der Steckverbinder einfach und zeitsparend.

Gern werden diese Steckverbinder für den Betrieb von elektrischen Antrieben unterschiedlicher Leistungsklassen eingesetzt. Als Leistungs- und Signalsteckverbinder bilden sie dort eine funktionale Einheit. Weitere Anwendungsgebiete sind überall dort zu finden, wo Leistung oder Signale in Industrieumgebungen übertragen werden. Durch die Schutzart IP67, welche alle Steckverbinder dieses Typs im verriegelten Zustand erreichen, sind sie eine kompakte Lösung für die Energieversorgung von Geräten und Antriebseinheiten in industri­eller Umgebung. Die vielfältigen Haupteinsatzgebiete reichen von der Antriebstechnik über den Werkzeug- bis hin zum Produktionsmaschinenbau. Auch für die Über­tragung von Signalen für Bedienpanels sowie in der Sensor-/Aktor-Verkabelung eignen sie sich.

Die Vorteile der Rundsteckverbinder M17 Compact

Die Rundsteckverbinder der Serie M17 Compact folgen dem Trend zur Miniaturisierung. Trotz verkleinerter Baugröße sind die 4- bis 17-poligen Rundsteckverbinder für Übertragungs­leistungen bis 20 A und 630 V ausgelegt. Damit eignen sie sich als platzsparende Geräteanschlusstechnik für die Automatisie­rungstechnik, den Werkzeugmaschinenbau und die Sensorik. Kabelklemmbereiche von 3,5 bis maximal 12,7 mm nimmt der kompakte Steck­verbinder auf. Die farbliche Codierungs­möglichkeit bietet dem Anwender ein individuelles Erscheinungsbild für seine Geräteanschlusstechnik.