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Die Zwilling-Variante: Die MB9BFD10S/T-Serie hat Fujitsu mit zwei Ethernet-Ports ausgerüstet.
Manuel Schreiner ist Junior Application Engineer bei Fujitsu Semiconductor Europe in Langen.

Die ARM Cortex-M3-Mikrocontroller aus Fujitsus FM3-Familie können performante und ausfallsichere Daisy-Chains oder Linientopologien umsetzen. Die aneinandergereihten Geräte führen zu weniger Verkabelungsaufwand als Sterntopologien. Da jedes Gerät eine Repeater-Funktion erfüllt, können die Kommunikationsstrecken länger sein: Entfernungen bis zu 100 m zwischen den Knotenpunkten sind möglich. Die MCUs können mit bis zu 144 MHz getaktet werden und erhalten Unterstützung von einem integrierten bis zu 1 MByte großen Flash-Speicher mit bis zu 72 MHz.

Mit zwei Ethernet-Anschlüssen eignet sich die MCU auch als Embedded-Gateway. Damit ist es möglich, Daten zur Auswertung oder Steuerung zwischen dem Embedded-Netz und einem internen Firmennetz zu übertragen. Auch als Firewall kann man den Mikrocontroller nutzen, um zwei Bussysteme, Protokolle oder Schnittstellen sicher zu verbinden – trotz pysikalischer Trennung. Wer direkte Internetanbindung braucht, lässt einen der beiden Ethernet-Ports per PPPoE über ein DSL- oder Kabelmodem kommunizieren. Sinnvoll ist das etwa zur Fernwartung oder für Status-E-Mails. Die Leistung der MCU reicht auch für die Kommunikation mit einem Webbrowser.

Um das Ausfallsrisiko eines der Kommunikationsbausteine  zu minimieren, stattet Fujitsu die FM3s hardwareseitig mit Sicherheitsfunktionen wie Clock Supervisor, Low-Voltage-Detection, Flash ECC, Memory Protection Unit, Hardware Watchdog, Reset Cause Register und einer kostenfreien Class-B-Software-Bibliothek aus. Auch der breite Spannungsbereich von 2,7 bis 5,5 V in dem die MCU arbeitsfähig ist, trägt zur Sicherheit bei, da höhere Störabstände eine größere Zuverlässigkeit bieten.