Winzling mit großem Funktionsumfang: Mit dem XPort Pro von Lantronix ist es leicht, Geräte webfähig zu machen.

Winzling mit großem Funktionsumfang: Mit dem XPort Pro von Lantronix ist es leicht, Geräte webfähig zu machen.

Klein wie zwei Zuckerwürfel, aber mit Ethernet und seriellem Anschluss zum Auflöten auf die Platine macht der XPort Pro jedes Gerät webtauglich: In ihm steckt ein 32-Bit-Mikrocontroller. Der jüngste Spross der XPort-Familie von Lantronix hat es in sich: Ein 32-Bit-Mikrocontroller mit 166 Megahertz, acht Megabyte RAM und 16 Megabyte Flash erlauben es, ein vollständiges Linux-System mit reichlich Applikationen auszuführen. Die Pro-Variante bietet fünfmal so viel Prozessorleistung und 32-mal so viel Speicher wie ihr Vorgänger und braucht bei 10 Megabit pro Sekunde nur 150 Milliampere. Mit der leistungsfähigen Hardware sind Sicherheits- und Verschlüsselungsprotokolle wie SSH und SSL problemlos ausführbar, auch IPv6 gehört zur Standardausstattung. Im Inneren steckt ein Lantronix DSTni-FX System on Chip mit Freescale 32-Bit-Coldfire.

Überall drin

Das Format ähnelt zwar einer funktionslosen Ethernet-Buchse, durch die reichhaltige Ausstattung empfiehlt sich der Wunderwürfel aber für Machine-to-Machine (M2M) Edge-Computing. Etwas knackiger formuliert: von der Ampel über die CNC-Steuerung, Daten-Display und Kaffeemaschine zum Zutrittskontrollsystem – egal welches Endgerät einen Ethernet-Anschluss (10/100 Megabit pro Sekunde) erhalten soll, es kann vom XPort Pro profitieren. Jerry Chase, CEO von Lantronix, meint dazu: „Unsere Vision ist die Revolutionierung des Maschinen-Networkings durch Erstellung von hochmodernen Plattformen, die intelligente Services und andere ausgeklügelte Anwendungen für Edge-Geräte ermöglichen.“ Entwickler müssen sich nicht um aufwändige Embedded-Computing-Module kümmern, es genügt den XPort Pro auf die Platine zu löten. Die Netzwerkbuchse und der komplette Embedded-PC sind inklusive. An der Unterseite gibt es neben dem Stromanschluss auch zwei Pin für serielle Daten (In und Out) sowie drei frei belegbare Pin. Dazu kommen zwei eingebaute LED. Der serielle Anschluss ist bis zu 921 600 Bit pro Sekunde schnell und arbeitet mit 3,3-Volt-CMOS-Level. Die Pins sind mit einem internen 3,3-Volt-UART verbunden. Nur wer ein externes Kabel mit RS232- oder RS422/485-Spannungslevel anschließen will, braucht zusätzlichen noch einen Transceiver.

Der XPort Pro läuft wahlweise unter Linux oder dem Lantronix-Betriebs­system Evolution OS. Daryl Miller, stellvertretender Geschäftsführer bei Lantronix, schwärmt: „Eine Menge Zeit, Aufwand und Kosten fließen in den iterativen Prozess der Entwicklung und des Testens von Embedded-Computer- und Netzwerkplattformen. Unser XPort Pro vereinfacht diese Aufgabe erheblich und macht in vielen Fällen den Bedarf weiterer Prozessoren überflüssig.“ Als einer der ersten Distributoren beginnt Acal Technology mit der Bemusterung des XPort Pro. Der Stückpreis soll bei etwa 40 Euro für kleine Mengen liegen. Martin Kemp, bei Acal RF & Wireless Produktmanager Europa, fasst zusammen: „Die XPort-Technologie erlaubt es dem Entwickler, nahezu jede Edge-Komponente mit minimalem Aufwand webfähig zu machen.“ (lei)