Andreas Manseder, Leiter der Entwicklung bei Kunze Folien.

Andreas Manseder, Leiter der Entwicklung bei Kunze Folien.Kunze Folien

„In vielen Anwendungen sind Grafitfolien ein Segen für die Bauteile. Eine ganze Reihe unserer Kunden setzen sie deshalb seit Jahren erfolgreich ein. Trotzdem gibt es Bereiche, die eine noch schnellere Entwärmung der Hotspots erfordern, dafür haben wir jetzt etwas“, erklärt Andreas Manseder, Leiter der Entwicklung bei Kunze Folien. Die neue High-Performance-Grafitfolie zeichnet sich besonders durch eine erheblich erhöhte Wärmeleitfähigkeit in der Durchgangsrichtung senkrecht zur Kontaktfläche aus. Sie ist damit nicht nur in der Lage, die Wärme in die umliegende Fläche eines Hotspots (anisotropisches Verhalten) sondern auch beschleunigt durch die Grafitfolie hindurch (isotropisches Verhalten) zur Wärmesenke zu leiten.

Die High-Performance-Grafitfolien transportieren Wärme vom Entstehungspunkt schnell in die umliegende Fläche.

Die High-Performance-Grafitfolien transportieren Wärme vom Entstehungspunkt schnell in die umliegende Fläche.Kunze Folien

Die erreichbaren Werte dieses Materials sind 10,7 W/m2·K in der Durchgangsrichtung senkrecht zur Kontaktfläche und bis zirka 155 W/m2·K in der Flächenrichtung. Die Rückfederung des Materials sorgt zudem für einen schlüssigen Kontakt zum Bauelement. Der Wärmeübergangswiderstand kann sich dabei bis auf 0,03 K/W verringern. Typische Einsatzgebiete sind Straßenbeleuchtungen, medizinische Geräte, TFT-Bildschirme, Wechselrichter, Netzgeräten sowie elektrische Speichermedien. Kunze liefert alle Grafitfolien als kundenspezifische Stanzteile, auch auf Rolle.

Wolfgang Reitberger-Kunze ist Geschäftsführer Technik & Innovation bei Kunze Folien.

Wolfgang Reitberger-Kunze ist Geschäftsführer Technik & Innovation bei Kunze Folien.Kunze Folien

Auf der Electronica 2014 zeigt Kunze neben diesen neuen Grafitfolien zum Beispiel auch die Powerclip-Kunststoffbefestigungselemente zur elektrisch isolierenden und prozesssicher formschlüssigen Befestigung von diskreten Bauteilen auf einer Wärmesenke. Außerdem zeigen die Heatmanagement-Spezialisten einen Versuchsaufbau zur Messung der Temperaturunterschiede bei der thermischen Anbindung von Wärmequellen über verschiedene Wärmeleitmaterialien zum Kühlkörper. „Nach unserer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit namhaften Elektronikunternehmen, ist eine möglichst einfache und in der Regel auch günstigere thermische Lösung für die gesamte Anwendung zu erzielen je früher sich der Entwickler in der Projektphase mit dem Thema Wärmemanagement auseinandersetzt“, erklärt Wolfgang Reitberger-Kunze, Geschäftsführer Technik & Innovation bei Kunze Folien.