Eckdaten

Trotz des Wildwuchses bei derzeitigen Speichersystemen wird in Zukunft steckbare Verbindungstechnik ihren Weg in die Energiespeicher finden, denn Komfort und Wirtschaftlichkeit werden auf lange Sicht überzeugen. Die modularen Rechtecksteckverbinder von Phoenix Contact wurden durch die Modifikation mit selbstfindenden Führungszapfen fit für den Zukunftsmarkt Energiespeicher gemacht.

Die Prognosen für den Ausbau von Energiespeichern könnten rosiger kaum sein – für die nächsten Jahre werden hohe zweistellige Wachstumsraten vorausgesagt. Die Speicherung erhöht die Attraktivität erneuerbarer Energien sowohl monetär als auch im Hinblick auf den Grad der Autarkie. Endlich wird es möglich, die gewonnene Energie über den Tag verteilt selber zu nutzen. Derzeit gibt es zahlreiche Anbieter von Speichersystemen mit Lösungen für Heim-, Industrie- und Großspeicher. Da für Batteriespeicher bislang allerdings noch keine Standards existieren, gibt es auch beim Thema Anschlusstechnik reichlich Wildwuchs am Markt.

Anschlusstechnik – die große Unbekannte

Bild 1: Zwischen Erzeugung und Verbrauch – bei Energiespeichersystemen zur Nutzung erneuerbarer Energien spielt auch die richtige Anschlusstechnik eine wichtige Rolle.

Bild 1: Zwischen Erzeugung und Verbrauch – bei Energiespeichersystemen zur Nutzung erneuerbarer Energien spielt auch die richtige Anschlusstechnik eine wichtige Rolle.

Phoenix Contact

Grundsätzlich lässt sich bei der Anschlusstechnik zwischen zwei Verfahren unterscheiden: die frontseitige und die rückseitige Verkabelung. Bei der frontseitigen Verkabelung werden die Leistungs- und Datenübertragungskontakte von vorne angeschlossen. Vorteil ist hierbei die gute Zugänglichkeit der Anschlüsse, die eine hohe Varianz bei der Anschlussart zulässt. Da auch bei Energiespeichern der Preisdruck hoch ist, wird auf jeden Cent geachtet. Somit kommt es häufig vor, dass einfachste Anschlusstechnik – wie etwa Kabelschuhe – verwendet wird, um die Batteriepole kostengünstig anzuschließen. Die dabei oft außer Acht gelassenen Installations- und Wartungskosten führen jedoch zu höheren Kosten beim Betrieb der Anlage und schmälern so die Rendite. Werden die Endkunden nicht vorab über diesen Sachverhalt aufgeklärt, kann der Speicherhersteller leicht an Reputation verlieren.

Bei der rückseitigen Verkabelung muss das sogenannte Rack – also das Gerüst, in das die Speichermodule geschoben werden dahingehend vorbereitet werden, dass der Stecker bereits vormontiert und angeschlossen wird. Sobald dies geschehen ist, können die Module auf einfache Weise installiert, gewartet oder ausgetauscht werden. Sie werden bequem von vorne in das Rack eingeschoben und kontaktieren dabei von selbst. Dieses Verfahren minimiert sowohl Installations- und Wartungskosten als auch die Fehlerwahrscheinlichkeit bei der Verdrahtung.

Derzeit gibt es auf dem Markt nur wenig spezifische Anschlusstechnik für Speichersysteme, obwohl sich die Anforderungen von denen an Standardartikel unterscheiden. Hersteller und Integratoren sind somit gezwungen, sich an bereits bestehenden Produkten aus anderen Anwendungen zu bedienen. So kommen nicht selten DC-Steckverbinder aus der Photovoltaik zum Einsatz. Da insbesondere an Lithium-Ionen-Batterien Anforderungen gestellt werden, die auch die Anschlusstechnik betreffen, sind Hersteller von elektrischer Verbindungstechnik gefragt, ihre Produkte den neuen Herausforderungen und Richtlinien anzupassen.

Nächste Seite: Hybridstecker als Lösungskonzept

Seite 1 von 212