Im Projekt M5BAT entwickeln Forscher einen modularen Batteriespeicher mit einer Leistungsklasse von fünf Megawatt. Hier die Visualisierung des künftigen Batteriespeichergebäudes.

Im Projekt M5BAT entwickeln Forscher einen modularen Batteriespeicher mit einer Leistungsklasse von fünf Megawatt. Hier die Visualisierung des künftigen Batteriespeichergebäudes.Eon

Im Projekt Modularer Multi-Megawatt-Multi-Technologie-Mittelspannungsbatteriespeicher – kurz M5BAT – entwickeln das Eon Energy Research Center der RWTH Aachen, der Energieversorger Eon, die Batteriehersteller Exide und Beta Motion sowie der Wechselrichter-Hersteller SMA einen modularen Batteriegroßspeicher.

Der modulare Batteriegroßspeicher soll eine Leistungsklasse von fünf Megawatt haben. Die Besonderheit ist die Verknüpfung von unterschiedlichen Batterie-Techniken. So kommen beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien als kurzfristige Leistungsspeicher zum Einsatz, Bleibatterien für kurze als auch für mittlere Entladezeiten und Hochtemperatur-Batterien für den Stundenbereich. Im Fokus des Projektes stehen im ersten Schritt Integration erneuerbarer Energien, die Erprobung einer dezentralen Bereitstellung von Regelleistung für einen stabilen Netzbetrieb sowie den Stromhandel und die damit verbundene Nutzung von Strompreisdifferenzen.

Für Eon sind Batteriespeicher besonders interessant, da sie weder an geografische Voraussetzungen noch an lange Planungsfristen geknüpft sind, wie dies etwa bei Druckluftspeicher und Pumpspeicherwerken der Fall sei. Der Baubeginn des Batteriegroßspeichers ist für Herbst 2014, die Inbetriebnahme im Jahr 2015 geplant. Der Betrieb der Anlage, die Systemintegration sowie die wissenschaftliche Begleitung des Projektes führt das Eon Energy Research Center an der RWTH Aachen durch. Die Hersteller Exide Technologies, Beta-Motion und SMA Solar Technology liefern die technischen Komponenten und betreuen deren Erprobung während des Betriebs. Das Projekt M5BAT wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt 6,5 Millionen Euro gefördert.

(Quelle: forschung-energiespeicher.info)