Im Dezember 2007 erwarb der US-Industriekonzern Eaton die Moeller Firmengruppe, Technologieführer in den Bereichen Schalten, Schützen und Energie, und wurde so zu einem Globaler Player für Elektrotechnik. Über ein Jahr später, zeichnet sich ab, dass die Firmenfarbe grün von Moeller langsam einen blauen Stich bekommt.
Zum 1. November 2008 übernahm Richard Boulter als Präsident das Geschäftsfeld Eaton-Moeller. Seit der Übernahme ist die Moeller Firmengruppe Teil des globalen Geschäftsbereiches Eaton Electrical.
Boulter war Vice President und General Manager des Eaton Bereichs Power Components and System Business für die Region EMEA (Europe, the Middle East and Africa). Richard Boulter wechselte 2007 zu Eaton, nachdem er 15 Jahre bei Siemens in verschiedenen Positionen tätig war.
Auf einer Pressekonferenz am 3. April 2009, zeigten Frank C. Campbell, Präsident des Eaton Electrical Sectors für die Regionen Europa, Mittlere Osten und Afrika, sowie Richard Boulter das gewachsene Leistungsspektrum und die zukünftige Markenarchitektur von Eaton auf.
Die Markenüberführung wird sukzessive durchgeführt. So sieht man bereits die Handschrift von Eaton. Die Logos beider Marken sind auf den Visitenkarten, aber auch auf den Broschüren, Anzeigen und auf Messen zu sehen. Eine bekleidende Marktstudie wird dann darüber entscheiden, wann außerdem eine Änderung des Produkt-Brandings durchgeführt wird.
In der Fortsetzung der globalen Marktstrategie profitiert Moeller vor allem von der weltweiten Präsenz der Firmengruppe, deren Portfolio sich gut mit den Kerngeschäftsfeldern Eatons ergänzt.

Verbinden statt verdrahten
Vor knapp zwei Jahren diskutierte Moeller mit den Kunden über die Smartwire-Darwin-Technologie. Im Rahmen der Pressekonferenz stellte Dr. Martin U. Scheftler erstmals ein komplettes Programm vor, das als Verbindungs- und Kommunikationssystem für das Vernetzen von Schaltgeräten konzipiert ist. Die konventionelle, zeitaufwendige und fehlerträchtige Verdrahtung von Schalt- und Schutzgeräten sowie Befehls- und Meldegeräten von der Steuerung zu den Schaltgeräten, kann nun durch diese Technologie ersetzt werden.
Gemäß dem Motto „Verbinden statt Verdrahten“ spart der Schaltschrankbauer Zeit und natürlich Kosten. Der Anwender steckt an die gewünschte Anschlussposition ein Gerätestecker auf die Smartwire-Darwin-Leitung und verpresst diese mit einer Quetschzange. Die Geräteanschlussstecker werden dann einfach aufgeclipst. Dieses gilt ebenso für RMQ-Befehls- und Meldegeräte wie für Motorstarter oder Schütze. Es lassen sich so bis zu 99 Teilnehmer miteinander verbinden.
Die grundlegende Veränderung vollzieht sich vor allem im Schaltschrank: Schaltgeräte werden zu intelligenten Automatisierungsgeräten und die herkömmliche Steuerverdrahtung zwischen E/A-Baugruppen und Schaltgeräten wird durch eine neue, deutlich einfachere Verbindungstechnik ersetzt. Die zentrale und die dezentrale E/A-Ebene sind jetzt direkt in die Schaltgeräte integriert. Die neue Verbindungstechnik findet ihren Einsatz in den verschiedensten Anwendungsbereichen der Industrie- und Gebäudeautomatisierung: Ob als Lösung im Schaltschrank, in der Peripherie direkt an der Maschine oder in Nutzgebäuden.

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