Auf der Motek geht es wieder rund – rund um die Themen Produktions- und Montagetechnik.

Auf der Motek geht es wieder rund – rund um die Themen Produktions- und Montagetechnik.Benjamin Gaukler

Sonderwünsche, maßgeschneiderte Systeme, Variantenvielfalt – egal im welchem Kleid der Trend daher kommt, dass Stückzahlen sinken und dafür die Variantenvielfalt zunimmt, in den Produktionsanlagen der Zukunft wird Flexibilität Trumpf sein. Dafür gilt es alte Paradigmen über Bord zu werfen und offen sein für Neues. Das möchte die Motek, die internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, ihren Besuchern im Oktober bieten. Dafür bietet sie auch den Blick über den deutschen Tellerrand hinaus. Die Aussteller kommen auch diesmal aus über 25 Ländern. Der Anteil ausländischer Anbieter beträgt mittlerweile über 20 %. Das größte Teilnehmerfeld kommt diesmal aus Italien (Stand Juli 2014: 46 Aussteller), dicht gefolgt von der sonst immer das größte Kontingent stellenden Schweiz sowie den Ländern Frankreich, Österreich und Taiwan.

Robotik als Teil flexibler Produktionskonzepte

Messe im Detail

Motek

Veranstaltungsort:
Landesmesse Stuttgart

Adresse fürs Navi:
Messepiazza
70629 Stuttgart

Termin:
6. bis 9 Oktober 2014

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr

Viele der Aussteller widmen sich in diesem Jahr verstärkt der Kooperation von Mensch und Automation. Denn die Mensch-Roboter-Kollaboration setzt sich nach zaghaften Versuchen immer mehr als eine pragmatische Form des nicht vollautomatisierten Produktions- und Montageprozesses durch. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass es innerhalb von Produktfamilien immer mehr Varianten und damit auch geringere Chargen-Stückzahlen gibt, die sowohl technisch als auch personell flexibel bewältigt werden müssen. Deswegen sind neben Stand-alone- oder in Systeme integrierte Zellen und kompletten Anlagen auch mehr und mehr offene Arbeitsstationen zu sehen, in denen Mensch und Roboter oder Handlinggerät miteinander agieren. Auf der Motek stehen nicht wie anderswo die viel beschworene Service-Robotik als Helfer des Menschen im privaten Alltag im Fokus, sondern die industrielle Service-Robotik als Helfer des Menschen im Berufsleben.

Technologieparks als Brücke zwischen Klein und Groß

Des Weiteren hält die Motek mit dem Technologiepark Microsys am Thema Mikrotechnik fest. Denn nach Auffassung des Veranstalters spielt sich die Welt der teil-/vollautomatisierten Produktion und Montage im wachsenden Segment der Mikrosystemtechnik in anderen Dimensionen ab als in der Fertigung von Konsumgütern und Industrieprodukten. Die sehr schnell fortschreitende Miniaturisierung von Bauteilen und Baugruppen mit hoher Leistungsdichte bei kompakten Endgeräte-Abmessungen und möglichst geringem Gewicht verlangt nach neuen Strategien und Ausrüstungen für die effiziente und wirtschaftliche Fertigung und Montage. Und genau das zeigt der Technologiepar Microsys. Doch nicht nur der Technologiepark Microsys ist auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Auch das Engagement des Landesnetzwerk Mechatronik Baden-Württemberg geht weiter. Wie gehabt in Halle 9, Stand 9425/9525/9610 platziert, bildet der Themenpark ‚Mechatronik‘ die Klammer zwischen der Welt der Produktions- und Montageautomatisierung im Kleinen und im Großen.

Automatisierungsthemen auf dem Motek-Forum, Foyer Ost, Stand 1915

Montag, 6. Oktober

  • 10:40 Uhr: Benefit of brushless miniature motor technology in industrial automation, Pierre-Yves Burger (Portescap)
  • 14:40 Uhr: Absicherung vertikaler Achsen, Bernd Merk (Chr. Mayr)

Dienstag, 7. Oktober

  • 13:20 Uhr: Einsatzpotenzial von Carbon-Komponenten in der Automatisierungstechnik, Tilman Richers (Karl Mayer Textilmaschinenfabrik)
  • 14:00 Uhr: Mechatronik Live: Intelligente Vernetzung heterogener Datenquellen im Sinne Industrie 4.0, Jochen Weber (Prones); Von der Forschung in die Praxis: Industrie 4.0, Prof. Dr. Nicolai Beisheim, Prof. Dr. Holger Möller (Hochschule Albstadt-Sigmaringen)
  • 15:40 Uhr: Flexible Automatisierung und Ressourceneffizienz – Neue Perspektiven für die Antriebstechnik, Martin Kampe (SEW)

Mittwoch, 8. Oktober

  • 11:20 Uhr: Wandelbare Automation mit der Apas family – Flexible Automatisierungslösungen für die Smart Factory der Zukunft, Wolfgang Pomrehn (Robert Bosch)
  • 12:00 Uhr: Prozesskosten in der Produktentwicklung unter der Lupe: Konzeptphase – Online-Konfiguration – 3D-CAD-Daten – Einkauf, Stephan Stammberger (Misumi Europa)
  • 14:00 Uhr: Automatisierte Lochfindung in der robotergeführten Blindnietverarbeitung, Kay Brenning (Gesipa Blindniettechnik) und Bernd Winkler (Fraunhofer IPA)

Donnerstag, 9. Oktober

  • 11:20 Uhr: Industrielle Roboter für jede Anwendung – Innovationen an praxisbezogenen Beispielen, Jan-Philipp Liersch (Mitsubishi Electric Europe)
  • 12:00 Uhr: Innovative Anwendungskonzepte mit Sonderkinematiken, Richard Tontsch (Yaskawa Europe)
  • 13:00 Uhr: Sweaty – Der humanoide Roboter mit Verdunstungskühlung, Prof. Dr. Ulrich E. Hochberg (Hochschule Offenburg) und Martin Späth (Landesnetzwerk Mechatonik BW)