Die Motek 2016 öffnet in diesem Jahr vom 10. bis 13. Oktober.

Die Motek 2016 öffnet in diesem Jahr vom 10. bis 13. Oktober. P.E. Schall

Die Motek hat auch in diesem Jahr erneut die 1000er-Marke geknackt: Nachdem 2015 908 Aussteller zur Motek und 112 zur parallel stattfindenden Bondexpo (Fachmesse für Klebetechnologie) gekommen waren, haben sich Stand Ende August bereits mehr als 900 zur Motek und rund 100 Unternehmen zur Bondexpo angemeldet. Nun gilt es nur noch, auch die damalige Zahl von 38 568 Besuchern zu schlagen.

Die Grundthemen der Motek drehen sich um die Teil- und vollautomatisierte Montage von Komponenten aus den Branchen Automotive, Industrie- und Medizintechnik sowie Konsumgüter. Auch flexible Stand-alone-Montageplätze oder teil- bis vollintegrierte Montagelösungen mit verschiedenen Prozessschritten (Fügen/Verbinden und Prüfen/Endkontrolle, Feinwerktechnik- und Mikromontage) gehören zu den Kernthemen. Dazu die praxisgerechte Kleb- und Verbindungstechnologie, die im Rahmen der Bondexpo präsentiert wird.

Durch das Aufzeigen von möglichen Anwendungen setzt die Motek auf Prozesskompetenz statt nur Show.

Durch das Aufzeigen von möglichen Anwendungen setzt die Motek auf Prozesskompetenz statt nur Show. P.E. Schall

Den Schwerpunkt legt die Messe in diesem Jahr jedoch auf die Themen Leichtbau und Industrie 4.0. So wird es den Themenpark ‚Lightweight-Area‘ an der Schnittstelle zwischen Motek und Bondexpo geben: Leichtbau in der Praxis ist hier das Motto, angefangen von der Rohmaterial-Fertigung über die Bauteileproduktion bis zur Montage-, Verbindungs-/Füge- und Prüftechnik. Zum Thema Industrie 4.0 begleitet beispielsweise das Rahmenprogramm mit der ‚I 4.0 Arena of Integration‘ oder dem Gemeinschaftsstand mit Forum ‚Digitalisation@Automation‘. Neu sind zwei Kongresse in Halle 8: Am Dienstag und Mittwoch geht es um Robotik, deren Anwendung sowie Leichtbaulösungen für die Montage und Handhabung. Am Donnerstag stehen die Digitalisierung und Big Data auf der Agenda.

Kollaborativ statt stur

Über 150 Roboter­hersteller sind dieses Jahr bei der Motek vertreten.

Über 150 Roboter­hersteller sind dieses Jahr bei der Motek vertreten. P.E. Schall

Darüber hinaus zeigen rund 150 Roboterhersteller Montageanlagen, Sondermaschinen und roboterintegrierte Systemlösungen und geben einen Überblick, wie und wo sich die moderne Roboter- und Handhabungstechnik anwenden lässt. Vertretene Aussteller aus diesem Bereich sind unter anderem Bosch, Hiwin, Kuka, Stäubli, Universal Robots und Yaskawa. In Halle 7 stellt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA das Projekt Lean Intelligent Assembly Automation (LIAA) vor, bei dem es um die intelligente und flexible Montage­automatisierung für den Mittelstand geht. Experten des Instituts zeigen zum Beispiel Exponate für das Nieten und Löten. Die Mensch-Roboter-Kollaboration ist dabei stets eine Schlüsseltechnologie.

Und was gibt‘s noch zu sehen?

Ohne die Steuerung würde in der Produktion herzlich wenig laufen. Pilz stellt daher in Halle 8, Stand 410 neue Produkte aus dem Bereich Motion-Control-Steuerungssysteme vor, die nun mit einem 1,3 GHz Intel Atom Prozessor ausgestattet sind. Das neue offene, externe Steuerungssystem PMCprimo MC bietet mehr Leistung als das antriebsintegrierte Vorgängermodell PMCprimo C. Die Steuerungssysteme lassen sich in verschiedenen Applikationen einsetzen, zum Beipsiel in Pick-and-Place-Anwendungen, die aus den Steuerungsfunktionen einer SPS und den Motion-Control-Funktionen bestehen. Zusätzlich lassen sich höhere Zykluszahlen erreichen. Der Spaßfaktor wird am Stand dabei nicht vergessen: Das Zusammenspiel von Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik können Besucher ausprobieren, indem sie gegen die ‚automatisierte Pilz-Elf‘ antreten: Der Tischkicker organisiert seine Spielzüge mithilfe von Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik sowie Visualisierung. Wer wird wohl gewinnen?

Die teil- und vollautomatisierte Montage von Komponenten sind Messe-Kernthemen.

Die teil- und vollautomatisierte Montage von Komponenten sind Messe-Kernthemen. P.E. Schall

CRE Rösler hat dagegen eine neue Serie Industrie-PCs (IPC) im Gepäck, zu sehen in Halle 8, Stand 217. Die IPCs der S-Line eignen sich für den Einsatz direkt an der Maschine. So lassen sie sich für die Bedienung, Programmierung, Visualisierung, Langzeit-Archivierung und Simulation von Prozessen in allen Bereichen der Automatisierung einsetzen und mit herkömmlichen industriellen Steuerungen oder SPS kombinieren. Mithilfe eines Anschlussadapters lässt sich das Panel an diverse Tragarmsysteme oder Gestelle nahezu aller Hersteller montieren. Alternativ ist die Montage über eine Veva-Befestigung möglich. Toll: Eine Person allein kann die Montage durchführen. Weiterhin ist die S-Line-Serie modular aufgebaut. Displays sind in den Größen 15, 19, 21,5 und 24″ vergfügbar sowie drei Modellvarianten: eine eingelegte Aluminiumfront mit hinterlegtem Touch und RFID-Einleger, eine eingelegte Glasfront mit industrie­tauglichem PCAP und RFID-Symbol sowie eine eingelegte Glasfront plus eingelegter Aluminiumfront mit individuell belegbarer Tastenintegration. Gehäuse und Touchglas entsprechen Schutzart IP65. Das Gehäuse gibt es in 27 mm oder 45 mm Tiefe, die Betriebsspannung beträgt 230 V / 24V DC. Optional sind 2D-Scanner, RFID-Lesegerät, WLAN sowie eine Schnittstellenerweiterung möglich.

In Halle 7, Stand 408 zeigt Häwa ein Gehäuse, mit dem eine FEM-Berechnung für einen simulationsgestützten Schaltschrank- beziehungsweise Gehäuseentwicklungsprozess demonstriert wird. Dieser neue Service soll Schwachstellen bei der Konstruktionen aufzeigen und stellt alle physikalischen Eigenschaften visuell dar. Außerdem dabei: das Maschinengestell X-Frame, anhand dessen das Unternehmen neue Applikationsbeispiele präsentieren will. Das Rahmensystem eignet sich zum Aufbau von individuellen Maschinengestellen und Einhausungen. Dabei kombiniert es die Möglichkeit des modularen Aufbaus von Aluminiumprofilen mit der Festigkeit von Stahlgestellen. Das Innere des Rahmens ist durch außen liegende, verschließbare Klappen frei zugänglich und lässt sich als Kabelkanal und zur Unterbringung von elektronischen und pneumatischen Bauteilen nutzen. Auch eine nachträgliche Verlegung von Kabeln und anderen Medien ist möglich. Alle notwendigen Bohrungen und Ausbrüche werden bereits im Zuschnitt der Streben berücksichtigt.