Mit einem neuen Automatisierungsbaukasten ging Rexroth in Nürnberg an den Start. Im Mittelpunkt stand dabei das SPS-System IndraLogic und die Hardware-Plattform IndraControl. Bemerkenswert ist, dass Rexroth hier klar zwischen der reinen SPS-Software (Logic) und dem Zielsystem (Control) trennt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Programmier- und Laufzeitumgebung innerhalb des Unternehmens übergreifend eingesetzt werden soll, z. B. auch in Verbindung mit der zur EMO in Mailand vorgestellten CNC-Steuerung IndraMotion MTX. Auch darf man nicht vergessen, dass Rexroth zu Bosch gehört. Und auch Bosch dürfte an einer Standardisierung seiner Steuerungslandschaft interessiert sein. Warum eventuell nicht auf eine wettbewerbsfähige Steuerungsplattform standardisieren, die konzernintern zur Verfügung steht?
Programmier- und Laufzeitumgebung basieren auf CoDeSys von 3S, mit der Rexroth eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung seiner offenen Motion-Logic-Systeme geschlossen hat. Zur einfachen Implementierung der Antriebsfunktionen in SPS-Programme wurde eine einheitliche Baustein-Bibliothek nach PLCopen für alle Systemlösungen definiert und in IndraLogic integriert. Künftig fungiert das Programmiersystem als einheitliche Plattform für alle Steuerungssysteme mit Motion Control-Funktionen. IndraLogic ist Teil des umfassenden Engineering-Ansatzes IndraWorks, der .Net-basierend alle Teildisziplinien im Engineering verbindet.
Parallel dazu wurde die skalierbare Hardwareplattform IndraControl vorgestellt. Das flexible E/A-Klemmensystem Rexroth Inline basiert dabei – wie der Name schon sagt – auf dem IP20-System von Phoenix Contact. Master- und Slave-Kommunikationsschnittstellen für Ethernet, Profibus und RS232 sind bereits im Basismodul integriert. Anschaltungen für DeviceNet, ASi sowie weitere Schnittstellen stehen über Zusatzbaugruppen bereit.