Die Motion Coordinator-Steuerungen MC403 und MC405 sind für Anwendungen mit einer relativ geringen Achsenzahl konzipiert.

Die Motion Coordinator-Steuerungen MC403 und MC405 sind für Anwendungen mit einer relativ geringen Achsenzahl konzipiert.Trio Motion

Die 6-MHz-Servo-Encoder-Ports eignen sich wahlweise für inkrementelle lineare Rückmeldungen oder Drehgeber-Rückmeldungen. Sie können aber auch für SSI-, Tamagawa-Encoder und Endat-Absolutwertgeber konfiguriert werden. Die maximale Schrittmotor-Ausgangsfrequenz beträgt 2 MHz. Die Servomotor- und Schrittmotorachsen lassen sich beliebig kombinieren. Mit einer bei 533 MHz vierfach höheren Taktfrequenz, einer zwischen 125 und 2000 µs wählbaren gesteigerten Servo-Aktualisierungsrate und einer maximalen Datentabellengröße von 512 Kb sorgt der Doppel-Gleitkomma-Präzisionsprozessor für eine deutlich höhere Servo-Regelkreisgenauigkeit mit schnellen 64-Bit-Realzahl-Berechnungen und 64-Bit-Ganzzahl-Positionsregistern.

Die Unterstützung der Multitasking-Programmiersprache TrioBASIC und der Norm IEC 61131-3 bietet ein hohes Maß an Flexibilität für eine optimal synchronisierte und sehr leistungsfähige Bewegung- und Maschinensteuerung. Die Steuerungen eignen sich für Anwendungen mit linearen oder interpolierten Bewegungen und beliebig kombinierten elektronisch geschalteten oder gekoppelten Achsen, die mit Maschinen-E/A und Sensorschnittstellen koordiniert werden müssen. Die Motion Perfect-Supportsoftware bietet eine vollständig skalierbare zentrale Programmierumgebung zur Einrichtung, Motorfeineinstellung und Diagnose aller Motion Coordinator-Steuerungen. Beide Modelle bieten zudem weitere Möglichkeiten zur Programmierung, wie beispielsweise TrioPC für ActiveX mit HPGL und DXF-Importfähigkeit. Eine G-Code-Programmieroption folgt in Kürze.

Diese neuen Motion Coordinator-Modelle verfügen über eine integrierte digitale und analoge E/A-Komponente mit einer schnellen Doppelpositionseingangserfassung für jede Achse. Elektronische Schalter mit FIFO-Unterstützung an jeder Achse gestatten eine absolut exakte Umschaltung der Ausgänge, zum Beispiel für eine Lasersteuerung. Ein CAN-Bus-Erweiterungsport bietet Konnektivität für einen CANopen-Master oder DeviceNet-Slave und für optionale TrioCAN-E/A-Module für bis zu 512 digitale E/A-Anschlüsse sowie 32 12-Bit-Analogeingänge und 16 12-Bit-Analogausgänge.

Beide Modelle sind mit einem RJ-45-Ethernet-Port zur Programmierung und zum Anschluss von HMIs oder anderen Geräten ausgestattet. Unterstützte Kommunikationsprotokolle sind u.a. Modbus TCP und Ethernet IP. Zudem verfügen die Modelle mit RS-232 und RS-485 über serielle Schnittstellen zur Kommunikation und zum Anschluss von Modbus-RTU-, Hostlink- und anderen benutzerprogrammierbaren Geräten. Für eine Speichererweiterung besitzen beide Steuerungen einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, über die Programm- und Konfigurationsdaten zwischen Maschinen ausgetauscht werden können.