Die neu entwickelte Multiachs-Bahnsteuerung TrajeXia ist bei Omron heute Gegenstand einer Pressekonferenz: Der Stand alone Motioncontroller vereint die Wünsche nach Flexibilität, Systemunabhängigkeit, einfacher Handhabung und Top-Performance.


Mit diesem Gerät zielt Omron auf Bereiche wie Druckmaschinen- und Verpackungstechnik. Mathias Schneidler, Productmanager Automation & Drives bei Omron, machte auch schon deutlich: „Unsere neue Bahnsteuerung ist für die in diesen Bereichen etablierten Unternehmen eine klare Kampfansage.“


16 Achsen genügen


Herz des skalierbaren Systems ist eine Motion-CPU-Baugruppe. Sie kann die Bahnsteuerung für bis zu 16 Achsen gleichzeitig übernehmen. Schneidler ist überzeugt, dass 16 Achsen vollkommen ausreichen: „Nach meiner Erfahrungen erfordern etwa 90 % aller Anwendungen – bei Verpackungsmaschinen oder auch bei anderen Anwendungen – etwa acht bis 16 Achsen.“


Lineare, kreis- und schraubenförmige Interpolationen sind damit ebenso möglich wie elektronische Nocken mit oder ohne Untersetzungsgetriebe oder Kurvenscheiben. Ob Schrittmotoren, Frequenzumrichter, rotatorische Servoantriebe, Linearantriebe oder ein Mix aus diesen Antriebsarten verwendet werden, spielt bei dem System keine Rolle. Mit der Steuerungsebene kommuniziert die Multiachs-Bahnsteuerung über Ethernet, DeviceNet oder Profibus. Das Motion Control-System arbeitet also mit allen üblichen Steuerungen zusammen. Je nach Art der zu bewegenden Antriebe wird die CPU durch Baugruppen mit ±10-V-Ausgängen, Motion Bus-Baugruppen (Mechatrolink, Sercos) und Pulsausgabe-Baugruppen (Schrittmotorsteuerungen) ausgestattet. Die Integration in alle am Markt gängigen Feldbussysteme ist über Zusatzbaugruppen realisiert.


Besonders interessante Möglichkeiten erschließt das speziell auf den Bereich Motion Control abgestimmte, offene Feldbussystem Mechatrolink II. Es ist in Linientopologie aufgebaut, arbeitet mit einer Datenübertragungsrate von 10 Mbit/s und bietet die Möglichkeit, bei Bedarf weitere Endgeräte – auch nachträglich – in die Bustopologie einzubinden. Auf die Frage, warum Omron einen weitgehend unbekannten Antriebsbus propagiert, relativiert Schneidler: „Mechatrolink ist auf dem asiatischen Markt ein weit verbreiteter Bus, es gibt auch eine Nutzerorganisation. Mechatrolink ist daher alles andere als ein proprietärer Bus.“


 


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