Von Anwendern und Hersteller gemeinsam entwickelt

Multimeter-Oberklasse

Die neuen Digitalmultimeter der Serie 170 von Fluke sind leistungsstarke, funktionell voll ausgestattete Handmultimeter für professionelle Benutzer, die hohe Ansprüche an Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Sicherheit stellen.

Seit der Einführung seiner ersten Digitalmultimeter im Jahr 1977 ist der Name Fluke zu einem Synonym für tragbare Messgeräte geworden. Das Arbeitspferd des Fluke Programms war bisher die Serie 70 von der bis heute mehr als vier Millionen Multimeter verkauft wurden. Da die Ingenieure von Fluke die immer höheren Ansprüche und den Bedarf nach erweiterten Funktionen in der Preisklasse der Serie 70 erkannten, sahen sie sich mit einer enormen Herausforderung konfrontiert: mit der Entwicklung einer neuen Multimeter-Generation, die den von der Serie 70 gesetzten hohen Maßstäben entspricht, dabei aber noch mehr Funktionen bietet. Um diese Aufgabe zu erfüllen, taten sie etwas, was die meisten Firmen wohl ungewöhnlich finden würden ? sie banden ihre Kunden beim Entwurf des neuen Messgerätes mit ein. Das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen ist die neue Fluke Serie 170 ? eine Produktreihe, die allen Kundenwünschen entspricht.
Leistungsmerkmale der Fluke Serie 170
Die Serie 170 ist die “neue Digitalmultimeter-Linie der Oberklasse” von Fluke, die für industrielle Techniker, Elektriker und Elektroniker sowie für Ingenieure konzipiert wurde, deren Arbeitsumgebung von relativ “sauberen” Bereichen bis hin zu den widrigsten Umgebungsbedingungen reicht. Multimeter fungieren nicht nur als wichtigste und häufigste Messgeräte, sondern werden auch von Profis benutzt, die meistens mit noch höher wertigen Messgeräten umgehen, aber auch bei der Auswahl von Messgeräten oder bei der Kalibrierung mitreden. Die Serie 170 umfasst drei Modelle: 175, 177 und 179, und festigt damit die weltweite Führungsposition von Fluke im Preissegment von 200 bis 300 Euro.
Die neue Serie 170 setzt durch die Kombination aus Vielseitigkeit, Genauigkeit und Robustheit neue Maßstäbe im Bereich der universellen digitalen Handmultimeter. Die Digitalmultimeter der Serie 170 verfügen über die Echteffektivmessfunktion für Wechselspannungen und -ströme, eine Grundgenauigkeit von 0,09 % (0,15 % beim Modell 175) und ein helles, hintergrundbeleuchtetes Display (Modelle 177 und 179) mit 6.000 Digits Auflösung bzw. 10.000 Digits bei Frequenzmessungen. Darüber hinaus bieten die Messgeräte Min/Max/Mittelwert-Aufzeichnung, AutoHold und Display Hold für eine erweiterte Fehlersuche. Im Min/Max/Mittelwert-Betrieb meldet das Multimeter mit einem akustischen Signal, dass ein neuer Minimum- oder Maximumwert erfasst und gespeichert wurde. Die Serie 170 arbeitet außerdem mit beeindruckender Geschwindigkeit, da die Messeinheit hoch integriert aufgebaut ist und das Display bezüglich der Geschwindigkeit optimiert wurde. Tatsächlich wird das Display doppelt so schnell aktualisiert als dies bei den meisten marktüblichen Multimetern der Fall ist. Die Aktualisierungsrate der Digitalanzeige beträgt vier mal pro Sekunde, während die analoge Segmentanzeige 40 mal pro Sekunde aktualisiert wird.
Beim Entwurf der Digitalmultimeter der neuen Serie 170 standen die Anforderungen der Anwender im Vordergrund. Die Multimeter messen Gleich- und Wechselspannungen bis 1.000 V sowie Gleich- und Wechselströme bis 10 A. Durch die Möglichkeit zur Messung von Frequenzen bis 100 kHz, Kapazitäten bis 10.000 µF und Widerständen bis 50 M? eignen sich diese Multimeter ideal für vielseitige Anwendungen. Darüber hinaus können mit Modell 179 Temperaturen direkt gemessen und in Grad Celsius oder Fahrenheit angezeigt werden.
Warum Echteffektivmessungen?
Alle drei Modelle der Serie 170 verfügen über eine spezielle Echteffektivfunktion, um die Anforderungen der modernen Einsatzgebiete zu erfüllen. Die genaue Messung von Wechselspannungssignalen in Industriebetrieben und Büros ist nicht so einfach, wie es den Anschein haben mag. Immer mehr PCs, Motorantriebe mit regelbarer Drehzahl und andere Geräte, die Strom in kurzen Impulsen statt sinusförmig aufnehmen, finden Eingang in unsere Arbeitsumgebung. Geräte wie diese können dazu führen, dass herkömmliche, mittelwertbildende Multimeter (die Mehrzahl aller auf dem Markt erhältlichen Multimeter) Werte anzeigen, die nicht genau stimmen.
Wenn man von Wechselstromwerten spricht, meint man normalerweise den Effektivwert (Root Mean Square, quadratischer Mittelwert) des Stroms. Dieser Wert entspricht einem Gleichstrom, der an einem Widerstand die gleiche Wärmeenergie erzeugt wie der gemessene Wechselstrom. Die gängigste Methode zur Messung dieses Effektivwertes mit einem Multimeter besteht darin, den Wechselstrom gleichzurichten, den Mittelwert des gleichgerichteten Signals zu bestimmen und dann das Ergebnis mit dem Faktor 1,1 zu multiplizieren. Dieser Faktor stellt das konstante Verhältnis zwischen dem Mittelwert und dem Effektivwert einer reinen Sinuswelle dar. Wenn die Signalform jedoch nicht vollständig sinusförmig verläuft, gilt dieser Zusam- menhang nicht mehr.
Aus diesem Grunde liefern mittelwert-erfassende Messgeräte oft fehlerhafte Ergebnisse (bis zu 50 % zu niedrig), wenn hiermit Ströme in modernen Energiesystemen gemessen werden.
Um kein unnötiges Risiko einzugehen und die Messwerte korrekt zu erfassen, sollte man daher für Wechselspannungs- und Wech-selstrommessungen immer ein Echteffektivwert-Multimeter benutzen. Ein modernes Echteffektivwert-Multimeter wie die Messgeräte der Serie 170 arbeitet mit einem elektronischen Messverfahren, das dem Benutzer den tatsächlichen, effektiven Wert eines Wechselstroms anzeigt, und zwar unabhängig davon, ob die Signalform des Stroms vollkommen sinusförmig oder geschaltet bzw. getaktet ist.

Innovatives Gehäusekonzept
Fluke hat im Laufe der Zeit erhebliche Verbesserungen an dem Holster-Design vorgenommen, das Anfang der achtziger Jahre von Fluke erfunden wurde. Eines der wesentlichen Merkmale der Serie 170 ist die stoßabsorbierende PU-Armierung des Gehäuses. Dank dieser Holster-Technik wird die Stoßbelastung auf eine größere Fläche verteilt, wenn das Messgerät herunterfällt. Zudem minimiert die starre Struktur Gehäuseverbiegungen, so dass die Elektronik im Inneren weniger mechanischen Spannungen ausgesetzt wird. Das Endergebnis ist ein äußerst haltbares Produkt mit langer Lebensdauer. Dieses Multimeter kann auf einem ölverschmierten Zementboden herumgestoßen, gegen die Wand geworfen oder fallen gelassen werden und funktioniert auch dann noch tadellos.
Das Batteriefach ist bei Fluke 175, 177 und 179 so angeordnet, dass der Benutzer die Batterien wechseln kann, ohne das komplette Gehäuse zu öffnen und das Kalibriersiegel aufzubrechen.
Die sogenannte Closed-Case-Kalibrierung ermöglicht die Durchführung von Kalibriereinstellungen direkt über die Frontplatte, ohne dass das Gehäuse geöffnet zu werden braucht. Auch hierdurch werden Zeit und Aufwand bei der Kalibrierung gespart und daher die Betriebskosten reduziert.
In Reaktion auf die Wünsche der Anwender hat Fluke die Multimeter so entwickelt, dass sie für das ToolPak Zubehör geeignet sind.
Das optionale ToolPak Zubehör besteht aus einem praktischen Magnethalter und zwei Riemen, mit denen das Messgerät so befestigt oder aufgehängt werden kann, dass der Benutzer beide Hände zur Handhabung der Messleitungen frei hat. Die Fluke Serie 170 bietet zusätzliche Funktionalität mit Standard-Mess-Spitzenhaltern, die in die PU-Armierung integriert sind.
Sicherheit
Das vermehrte Auftreten und höhere Pegel von transienten Überspannungen in modernen Stromversorgungssystemen haben zu strengeren Sicherheitsnormen für elektrische Messgeräte geführt. Transienten, die Spannungen überlagert sind (Netzversorgung, Speisekabel und Abzweigleitungen), können eine Reihe von Ereignissen auslösen, die schwere Verletzungen zur Folge haben können. Die Messgeräte müssen daher so entworfen sein, dass Menschen, die in dieser Umgebung mit hohen Strömen und hohen Spannungen arbeiten, optimal geschützt werden. Die europäische Norm EN 61010 spezifiziert Überspannungskategorien auf der Basis des Abstandes von der Stromversorgungsquelle und der natürlichen Dämpfung von transienter Energie, die in einem elektrischen Verteilungssystem auftritt. Bei höheren Kategorien ist der Abstand zu der Stromversorgungsquelle kleiner, so dass ein besserer Schutz erforderlich ist.
Kategorie IV, die höchste Kategorie und als primäres Versorgungsniveau bezeichnet, bezieht sich auf die Freileitungen oder Erdkabel von den Elektrizitätswerken zu einer Anlage und wird in der zweiten Ausgabe der neuen Norm EN 61010 enthalten sein. Kategorie III, die Verteilungsebene, bezieht sich auf Netzspannungs-Verteileranlagen und Abzweigleitungen. Stromkreise der Kategorie III sind normalerweise durch mindestens eine Transformatorstufe von den Elektrizitätswerken (CAT IV) getrennt. Bei den Geräten handelt es sich um feste Installationen. Kategorie II bezieht sich auf die lokale Ebene, auf Hausgeräte, portable Instrumente usw. Kategorie I bezieht sich auf die Signalebene, auf Telekommunikation, elektronische Geräte usw.
Innerhalb jeder Installations-Kategorie gibt es Spannungs-Klassifikationen.
Die Kombination der Installations-Kategorie und der Spannungs-Klassifikation bestimmt die maximale Transientenfestigkeit des Instruments.
Die neue Serie 170 wurde durch unabhängige Behörden wie UL, CSA, TÜV und VDE entsprechend der neuesten und höchsten Kategorie, Kategorie IV bis 600 V, und der gängigsten Kategorie, Kategorie III bis 1.000 V, geprüft. Alle Eingänge können Spannungsspitzen über 8 kV aushalten. o

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