Solche Meldungen gibt es nicht alle Tage. Panasonic Electric Works Europe, die europäische Konzerngesellschaft der japanischen Panasonic Electric Works Co., Ltd., hat in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft damit begonnen, seine Fertigungsaktivitäten neu zu ordnen. Unter dem Slogan „nahe an den Märkten, zum Vorteil der Kunden“ werden Produktionskapazitäten von Asien nach Europa verlagert. Die Herstellung elektro-mechanischer Relais für die wachsenden globalen aber auch europäischen Märkte, ist eines der Aktionsfelder des Unternehmens. In diesem Zusammenhang ist auch geplant, noch mehr Relaisfertigungslinien aus Asien (China) nach Europa zu verlagern. Am tschechischen Fertigungsstandort (der als verlängerte Werkbank der deutschen Fertigung in Pfaffenhofen/Ilm dient) wird derzeit eine neue Produktionshalle errichtet, um dort Teile dieser Produktionslinien zu installieren.

Hohe Flexibilität, schnelle Reaktionszeit und das Umsetzen kundenspezifischer Anforderungen sind von so eminenter Wichtigkeit, dass sie den Nachteil eventuell entstehender höherer Fertigungskosten leicht aufwiegen. Darüber hinaus sollen hier aber auch Teile von komplexen und technisch anspruchsvollen Produkten anderer Bereiche, die eine enge Nähe zu ihren Märkten fordern, verarbeitet werden. PEW produziert auch kupferkaschierte Laminate (CCL) und Prepregs für den globalen Leiterplattenmarkt, im speziellen für komplexe Mehrlagen- und „compact design“ (HDI) Anwendungen.

Die globale Nachfrage wächst hier ständig, aber die Fertigungen für diese elektronischen Güter verlagern sich stetig und konzentrieren sich in bestimmten Gebieten, vornehmlich in Asien. Diese Verlagerung von Fertigungskapazitäten in Billigländer lässt den Bedarf in anderen Märkten schwinden, vornehmlich in Europa und den USA. Dieser Trend wiederum erzwingt eine Anpassung der Fertigungskapazitäten an den lokalen Bedarf. Die derzeit kritische Situation in Verbindung mit den globalen wirtschaftlichen Problemen wird diesen Trend zusätzlich beschleunigen (sb).