Der Fachzweig Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen ist der fünftstärkste Zweig im Maschinenbau und wird in diesem Jahr voraussichtlich erneut überdurchschnittlich wachsen.

Der Fachzweig Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen ist der fünftstärkste Zweig im Maschinenbau und wird in diesem Jahr voraussichtlich erneut überdurchschnittlich wachsen. VDMA

Damit wächst dieser Fachzweig aller Voraussicht nach erneut stärker als die anderen Fachzweige des Maschinenbaus. 2016 stieg die Maschinenproduktion der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenhersteller um 2,4 % auf 13,3 Milliarden Euro. Damit wuchs dieser Fachzweig des VDMA zwischen 2012 und 2016 um 15 %, während der Maschinenbau im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 5 % bei der Maschinenproduktion verzeichnete.  Der Auftragseingang im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen lag im Zeitraum Januar bis Juli um 5 % über dem Vorjahresniveau.

Die Triebkräfte für die Sonderkonjunktur diese Fachzweigs sieht Volker Kronseder, Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Getränkemaschinen und Molkereitechnik, im wachsenden Getränkekonsum aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und speziell einer wachsenden, konsumfreudigen Mittelschicht, vor allem in der Region Asien/Pazifik. 2016 wurden 1,1 Billionen Liter verpackter Getränke verkauft. Laut Prognosen des britischen Marktforschungsinstituts Euromonitor wird der Absatz weiterhin um rund 3 % im Jahr zulegen. Den Regionen Afrika/Mittlerer Osten sowie Asien/Pazifik attestiert das Marktforschungsinstitut weiterhin überdurchschnittliche Zuwächse, während der Getränkeabsatz in den gesättigten Märkten nur wenig steigen wird.

Deutschland ist der größte Lieferant

Im Jahr 2016 erreichte der internationale Außenhandel mit Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen einen Wert von mehr als 38 Milliarden Euro und lag damit um 6 % über dem Vorjahreswert. Deutschland lieferte mit 22 % den größten Anteil, dicht gefolgt von Italien mit 21 %. Mit großem Abstand folgen dann die USA und China mit Lieferanteilen von je 7 %.

In einigen Teilbranchen sind die deutschen Maschinenhersteller noch deutlich stärker aufgestellt. 2016 kam jede dritte international gehandelte Getränkeverpackungsmaschine und jede zweite Brauereimaschine aus deutscher Produktion. Die Exporte von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen wuchsen 2016 um 4 % auf 8,3 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Exportquote lag im vergangenen Jahr bei 84 %. Im ersten Halbjahr 2017 konnten die Auslandslieferungen das Vorjahresniveau noch nicht toppen, erwartet wird jedoch ein deutliches Anziehen in der zweiten Jahreshälfte.

USA und China sind für die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen die wichtigsten Märkte. Einzelne Länder in Asien, Lateinamerika und Afrika gewinnen seit einigen Jahren als Zielmärkte zunehmend Bedeutung. Kronseder nannte dafür beispielhaft Indien, Nigeria, Mexiko und Iran.