National Instruments und der Robotik- und Automatisierungshersteller Mitsubishi Electric sowie Imaging Lab, ein italienisches Unternehmen für Bildverarbeitung und Roboterintegration, haben ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben, um die Software für das grafische Systemdesign Labview in die Scara- und anthropomorphen Roboterarme für die Industrie von Mitsubishi Electric zu integrieren.

Aus dieser Zusammenarbeit entstand die Imaging Lab Robotics Library for Mitsubishi. Diese Labview-Bibliothek stellt Werkzeuge bereit, mit denen Mitsubishi-Roboter direkt über Ethernet und die serielle Schnittstelle gesteuert werden können. Die Bibliothek ist speziell für den Einsatz mit NI Labview optimiert, wodurch Anwender bei der Implementierung aller Aspekte eines Robotersystems, wie etwa der Bildverarbeitung, unterstützt werden, ohne über Robotikprogrammierkenntnisse verfügen zu müssen. Die Bibliothek trägt zur Steigerung der Produktivität und Leistung bei automatisierten Tests, Forschungs- und Fertigungsanwendungen bei, so dass der Kostenaufwand gesenkt und die Entwicklungszeit verkürzt werden.

„Dank der ImagingLab Robotics Library for Mitsubishi können Anwender von der Bedienfreundlichkeit von Labview profitieren und zugleich die Leistung und hohe Zuverlässigkeit der Mitsubishi-Roboter nutzen“, so Takaaki Nishimura, Robot Department Manager von Mitsubishi Electric. „Labview ermöglicht zudem eine enge Integration in Geräte von Drittanbietern, wie beispielsweise Systeme für die Bildverarbeitung und Motorsteuerung, wodurch Entwickler Mitsubishi-Roboter leichter in ihre Anwendungen einbinden können.“

Die Imaging Lab Robotics Library for Mitsubishi und Labview umfasst eine Auswahl einfach zu bedienender grafischer Funktionen. Sie ermöglicht Anwendern die Verwendung einer einzigen grafischen Programmierumgebung zur Steuerung und Integration aller Aspekte einer Maschine, von der Robotersteuerung bis hin zur anspruchsvollen Messung und Bildverarbeitung. Die Bibliothek kann direkt mit den Controllern des Mitsubishi-Roboters über Ethernet oder den seriellen Bus kommunizieren, um die Mitsubishi-Roboterarme anzusteuern. Anwender können einzelne Befehle und sogar ganze Programme an den Roboter-Controller schicken.

„Wir nutzen bis zu sieben SCARA-Roboter des Typs RP-5AH von Mitsubishi mit Doppelarm, von denen jeder über ein dediziertes Bildverarbeitungssystem verfügt, um einen Anschlussblock zu bestücken“, so Paolo Cappa, Leiter der Fertigung bei CABUR, Altare, Italien, einem Unternehmen, das eine breite Palette an Anschlussblöcken und weiteren elektromechanischen Bauteilen herstellt. „Die ImagingLab Robotics Library for Mitsubishi unterstützt uns dabei, den Umgang unserer Roboter nahtlos mit etlichen verschiedenen Komponenten in eine bedienfreundliche Oberfläche zu integrieren, einschließlich Sichtprüfung und automatisierter Bestückung.“

Aufgrund seiner einfachen Bedienung eignet sich Labview in Kombination mit der Imaging Labs Robotics Library for Mitsubishi besonders für Anwender, die normalerweise aus Komplexitätsgründen keine Robotik in ihren Applikationen nutzen würden. So erhalten diese Nutzer Unterstützung dabei, Roboter in anspruchsvolle Anwendungen einzubinden, um Labore zu automatisieren, Komponenten in Fertigungsanlagen präzisionsgenau zu montieren und komplexe Prüfsequenzen an Teilen durchzuführen. Die Bibliothek wird bereits in einer Reihe von industriellen Lösungen eingesetzt, sowohl in Prüfanwendungen als auch in der automatisierten Montage.

Ab Januar 2011 kann die Bibliothek entweder direkt von Imaging Labs oder über das National Instruments Labview Tools Network erworben werden.