Auf der NIWeek in Austin (Texas) hat National Instruments mit Labview NXG 1.0 die erste Version der nächsten Generation seiner Systemdesignsoftware Labview vorgestellt. Labview NXG soll mit einem neuen, innovativen Ansatz für die Messautomatisierung die Lücke zwischen konfigurationsbasierter Software (für die keine Programmierkenntnisse erforderlich sind) und benutzerdefinierter Programmierung schließen, sodass sich Anwender voll und ganz auf die Lösung ihrer Aufgabenstellung konzentrieren können.

NXG 1.0 Jeff Kodosky: NI Business and Technology Fellow sowie Mitbegründer von NI und Erfinder von Labview.

Jeff Kodosky: NI Business and Technology Fellow sowie Mitbegründer von NI und Erfinder von Labview. Ingo Kuss

„Vor 30 Jahren haben wir die allererste Labview-Version auf den Markt gebracht, um Anwender bei der Automatisierung ihrer Messsysteme zu unterstützen, ohne dass sie sich dafür mit den Mysterien klassischer Programmiersprachen auseinandersetzen mussten“, so Jeff Kodosky, NI Business and Technology Fellow sowie Mitbegründer von NI und Erfinder von Labview. „Wir haben uns jedoch lange Zeit eher darauf konzentriert, Labview mit zusätzlichen Funktionen und Möglichkeiten auszustatten, und weniger auf das ursprüngliche Ziel, Anwendern eine möglichst schnelle und effiziente Automatisierung ihrer Messaufgaben zu ermöglichen“, gibt Kodosky offen zu.

NXG 1.0: Von Grund auf neu konzipierte Software

Mit Labview NXG will sich National Instruments jetzt genau dieser Aufgabe annehmen, indem die Software von Grund auf für vereinfachte und optimierte Arbeitsabläufe konzipiert wurde. Gängige Anwendungen lassen sich dabei mit einem einfachen, konfigurationsbasierten Ansatz realisieren, während für komplexere Anforderungen die vollständigen, offenen grafischen Programmierfunktionen von Labview, in Form von G-Code, zur Verfügung stehen.

NXG 1.0 Labview NXG soll für deutliche Produktivitätssteigerungen sorgen.

Labview NXG soll für deutliche Produktivitätssteigerungen sorgen. National Instruments

Version 1.0 von Labview NXG soll dank neuer, programmierfreier Arbeitsabläufe für deutliche Produktivitätssteigerungen bei der Erfassung und iterativen Analyse von Messdaten am Prüfplatz sorgen. Die Arbeitsabläufe vereinfachen Automatisierungsaufgaben, da der nötige Programmcode im Hintergrund erstellt wird. So lassen sich beispielsweise Codeabschnitte schnell per Drag-and-Drop einfügen. Diese und weitere Funktionen sollen es den Anwendern ermöglichen, sich voll und ganz auf die Umsetzung ihrer Ideen und Innovationen zu konzentrieren, anstatt auf die Implementierung der nötigen Funktionalität.

Labview NXG 1.0 wartet mit einem überarbeiteten Editor auf, der häufig nachgefragte Funktionen enthält. Der neue Editor unterstützt zudem die Integration einer noch breiteren Auswahl an Programmiersprachen. Dank optimierter Editor-Mikrointeraktionen, auf Vektorgrafiken basierenden Benutzeroberflächenobjekten und Zoom-Funktionen soll der Editor für eine höhere Produktivität bei der Programmierung sorgen. Allerdings unterstützt NXG 1.0 noch nicht die gesamte Hardware von National Instruments. Daher wird auch das „klassische“ Labview 2017 weiterhin angeboten.