Der französische Funknetzwerkbetreiber Sigfox will bis 2018 471 Milliionen Menschen in 60 Ländern mit seinen Kommunikationslösung erreichen.

Der französische Funknetzwerkbetreiber Sigfox will bis 2018 471 Milliionen Menschen in 60 Ländern mit seinen Kommunikationslösung erreichen. Sigfox

Sigfox deckt bereits 35 % der deutschen Bevölkerung mit ihrem IoT-Funknetzwerk ab, inklusive der Großstädte Berlin, Hamburg, München und Köln. Auch für dieses Jahr bleibt das französische Unternehmen auf Expansionskurs und will bis Ende 2017 etwa 80 Prozent der Fläche Deutschlands mit dem Netzwerk versorgen. Finanziert wird der Netzausbau mit Geldern aus der Finanzierungsrunde im November, bei der das Unternehmen 150 Millionen Euro einnehmen und zugleich namhafte Investoren wie Intel, Total oder Air Liquide gewinnen konnte. Mit dem Ausbau des Netzes geht auch eine Vergrößerung der Mitarbeiteranzahl einher, so will das Unternehmen seine Zahl der Mitarbeiter in Deutschland verdreifachen.

Das 2009 in Toulouse, Frankreich, gegründete Unternehmen will ein globales, drahtloses Netzwerk für effiziente und kostengünstige Kommunikationslösungen für das IoT aufbauen. Bisher ist das Unternehmen in 29 Ländern präsent. Bis 2018 sollen über 60 Länder abgedeckt sein und 471 Millionen Menschen erreicht werden. Möglich gemacht wird das durch das Low-Power Wide-Area-Netz (LPWA). Dabei können IoT-Objekte Signale senden und empfangen. Die Lösung von Sigfox hat einen niedrigen Energieverbrauch, weshalb die Geräte keinen Stromanschluss benötigen und mit lediglich zwei AA-Batterien 15 Jahre auskommen. Grund für den niedrigen Stromverbauch ist die Funktionsweise der Geräte. Sie starten nur in einem bestimmten Rhythmus, senden ihre Daten und gehen anschließend wieder in den Ruhemodus zurück.

Im vergangenem November präsentierte das Unternehmen das „Sigfox-verified“-IoT-Modul für zwei US-Dollar, wodurch die Technologie für den Consumer-Markt zugänglich wurde. Der Fokus des Unternehmens liegt aber noch auf dem industriellen IoT. Das Unternehmen sieht vor allem in der deutschen Industrie noch großes Wachstumspotenzial durch einen zunehmenden Bedarf an vorausschauenden Instandhaltungslösungen oder durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.