Neuartige Näherungsschalter

Contrinex präsentiert induktive Näherungsschalter, die nach dem neuen Condet-Verfahren arbeiten und mit interessanten Eigenschaften aufwarten.
Die Geräte werden in ein aus einem Stück (aktive Fläche eingeschlossen) bestehendes Edelstahlgehäuse eingebaut und sind dadurch äußerst robust. Sie erzielen große Schaltabstände auf Stahl und auch ähnlich große Schaltabstände auf Aluminium, Messing etc. Das neue Verfahren weicht erheblich von der bisher verwendeten Technik ab und ermöglicht bislang undenkbare induktive Näherungsschalter.
Die bisher bekannten Geräte enthalten stirnseitig eine Spule, die Teil des Schwingkreises eines Hochfrequenzoszillators ist. Die Spule erzeugt vor der aktiven Fläche ein hochfrequentes Magnetfeld; leitende Objekte, die in dessen Bereich gebracht werden, erhöhen die Verluste im Schwingkreis, was von der nachgeschalteten Elektronik erkannt und ausgewertet wird. Leider wird der Schwingkreis auch von anderen, unerwünschten, insbesondere temperatur- und zeitabhängigen Verlusten beeinflusst. Dadurch sind der Stabilität des Oszillators und damit dem erzielbaren Schaltabstand Grenzen gesetzt.
Das Condet-Verfahren dagegen arbeitet im Prinzip wie ein gewöhnlicher Transformator. Hinter der aktiven Fläche befindet sich hier eine einfache Spule. Sie dient zuerst, während des Sendestromimpulses, als Primärwicklung. Dieser Sendestromimpuls baut vor der Spule ein Magnetfeld auf. Im zu erfassenden leitfähigen Objekt wird, wie in einer Sekundärwicklung, eine Spannung induziert, die darin einen Strom fließen lässt. Nach dem abrupten Abschalten des Sendestromimpulses wird das Objekt zur Primärwicklung. Der darin vorerst weiterhin fließende Strom klingt ab und induziert dadurch in der geräteseitigen Spule, die jetzt Sekundärwicklung ist, eine Spannung. Diese rückinduzierte Spannung wird vom Gerät ausgewertet. Im zugrundeliegenden Induktionsgesetz kommen bekanntlich weder Temperatur noch Verluste vor, was sich auf das Verhalten des Condet-Verfahrens entsprechend positiv auswirkt.
Die Zykluszeit (bestehend aus Sende-, Warte- und Empfangszeit) liegt im Bereich von 100 bis 200 µsec. Das entspricht einem Frequenzbereich, der gegenüber herkömmlichen Geräten etwa 20 bis 100 mal tiefer liegt. Interessanterweise steigt dadurch die Eindringtiefe des Magnetfeldes in leitfähige Materialien stark an. Wählt man zudem ein nichtmagnetisches Material mit relativ hohem spezifischem Widerstand, z. B. Edelstahl, kann die Eindringtiefe Werte von 1 bis 2 mm erreichen. Diese Eigenschaft lässt sich nutzbringend einsetzen: Die aktive Fläche des Näherungsschalters kann aus einem solchen Metall gefertigt werden.

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