10.000 Euro beträgt das Preisgeld für den Barkhausen Award, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Technischen Universität Dresden, dem „European Center for Micro- and Nanoreliability“ (EUCEMAN) und dem Materialforschungsverbund Dresden ausgeschrieben wird. Vergeben wird die Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen sowie angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Grenzgebiet von Physik, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Stifter des Barkhausen Awards sind die Firmen Fries Research & Technology (FRT), QNET Dresden und HTS GmbH Coswig.

Der Award erinnert an die herausragenden Leistungen von Heinrich Barkhausen. Er lehrte und forschte von 1911 bis 1953 an der Technischen Hochschule Dresden auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik, unter anderem als Leiter des Instituts für Schwachstromtechnik. Nach ihm ist das „Barkhausen-Rauschen“ benannt, welches Magnetisierungsprozesse mittels Verstärkertechnik hörbar macht und heute vor allem im Bereich der Werkstoffdiagnostik genutzt wird.

Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 30. September beim Materialforschungsverbund Dresden (MFD) e.V., c/o IFW, Helmholtzstraße 20, 01069 Dresden, eingereicht werden. Die Bewerbungen müssen eine kurze (maximal 3-seitige) Begründung für den Preis und die Kurzbiographie des Kandidaten enthalten. Am 12. Oktober gibt die Jury, bestehend aus Vertretern von MFD, TU Dresden, EUCEMAN, Fraunhofer IZFP Dresden und den drei Sponsoren die Preisträger bekannt. Die Auszeichnung wird am 7. Dezember feierlich im Rahmen eines Ehrenkolloquiums im Barkhausen-Bau der TU Dresden übergeben.

Für Dr. Thomas Fries, Geschäftsführer von FRT und selbst Physiker, schafft dieses Engagement eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Unternehmen stehen in der Pflicht, Forschung und Entwicklung zu fördern“, so der Sponsor des Preises.(jj)