Energisch in Energietechnik investiert im Moment die Fachhochschule Gelsenkirchen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre will sie das Thema für die Emscher-Lippe-Region besetzen und zugleich ihre internationale Zusammenarbeit auf diesem Sektor voran treiben. Zu diesem Zweck haben zehn Professoren aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Versorgungs- und Entsorgungstechnik gemeinschaftlich ein „Energie-Institut“ gegründet. In ihm bündeln sie alle Projekte rund um fossile und regenerative Energieträger sowie deren umweltgerechte und zugleich wirtschaftlich effiziente Nutzung. Egal, ob die Begriffe mit Solar-, Klima-, Heizungs-, Brennstoffzellen-, Wärmepumpen-, Gasturbinen- oder Kraftwerks- anfangen, die Fachhochschule  Gelsenkirchen setzt ein „-technik“ dahinter und will sowohl die einzelne Anwendung als auch die zu Systemen verschweißten Kombinationen solcher Anwendungen fördern. Dabei reichen die Energieträger von der Sonne über Wind und Wasser über Kohle, Öl und Erdgas bis zu energetisch verwendbarer Biomasse oder Abfall.


Nahezu zeitgleich soll im nächsten Wintersemester ein passender Studiengang starten: Im Masterprogramm Energiesystemtechnik können sich Absolventen aus Elektrotechnik, Maschinenbau, Versorgungstechnik, Entsorgungstechnik oder Verfahrenstechnik vier Semester lang in Energiesystemtechnik weiterbilden. Zugangsberechtigt sind Bachelor- oder FH-Diplom-Absolventen der entsprechenden Fächer. Mit dem „Master of Engineering“ erwerben sie einen international bekannten und anerkannten Abschlussgrad. Diesen internationalen Aspekt will die Fachhochschule zusätzlich dadurch steigern, dass sie den Master-Studierenden anbietet, das zweite der zwei Studienjahre im Ausland zu  verbringen. Zur Wahl stehen die „École Nationale Superieure d‘Ingenieurs de Bourges“ in Frankreich, die „Sheffield Hallam University“ in Großbritannien oder die „Texas Tech University“ in Lubbock im USA-Staat Texas. Jede der drei bietet eine andere Spezialisierungsrichtung an.