Die Förderung von österreichischen Unternehmen im Bereich Embedded Systems ist Ziel von Artemis Austria.

Die Förderung von österreichischen Unternehmen im Bereich Embedded Systems ist Ziel von Artemis Austria.

Anfang Juni haben sich führende österreichische Unternehmen und Forschungsinstitute zur Industrieplattform „Artemis Austria“ zusammengeschlossen. Ziel ist die Förderung von Projekten aus dem Embedded-Systems-Bereich nach dem Vorbild der europäischen Artemis-Initiative. Mitglieder des Beirats der Plattform sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), die AVL, TTTech, Siemens, Infineon und Eutema sowie auf Forschungsseite das AIT (vormals ARCS), die Universität Salzburg, die TU Wien und die Johannes Kepler Universität Linz.

Österreich zählt in diesem Technologiebereich seit Jahren zu den führenden Ländern in Europa und hat den Aufbau des Europäischen Unternehmens Artemis auf politischer Ebene stark unterstützt. Aus diesem Grund hat das BMVIT in den ersten Betriebsjahren von Artemis mit rund acht Millionen Euro österreichische Projekte finanziert und damit 4,4 Millionen Euro europäische Zusatzmittel eingeworben. „Embedded Systems sind ein Schulbeispiel dafür, wie wir in Österreich von einer Strategie der Nachahmung und des Aufholen zu einer Frontrunner-Strategie gelangen können. Wenn es gelingt, durch eine nationale Industrie- und Forschungsallianz europäische Themenführerschaft zu übernehmen oder zur Vertiefung der Wertschöpfungskette am Standort beizutragen, dann ist es auch möglich, dass österreichische Unternehmen eine Marktdominanz in Nischen erlangen“, sagt Michael Wiesmüller vom BMVIT.

Vorlage für das Konzept ist die europäische Artemis Industry Association, eine Vertretung für Unternehmen und Institute, die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Embedded Systems betreiben. „Die starke Embedded-Systems-Industrie Österreichs soll durch Artemis Austria noch besser als bisher sichtbar werden und einen gemeinsamen Auftritt im In- und Ausland sicherstellen“, erläutert Josef Affenzeller von AVL.

Wichtige weitere Ziele der Plattform sind ein verbesserter Technologietransfer, also die schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in den Markt, aber auch eine stärkere Beteiligung der österreichischen Industrie an den Aktivitäten im Rahmen von Artemis auf europäischer Ebene. Die Plattform arbeitet eng mit der Industriellenvereinigung und der Forschungsförderungsgesellschaft zusammen. (stu)