Auf Initiative des OPC Boards ist Stefan Hoppe nun weltweit für die OPC Foundation aktiv: "Ziel muss sein, OPC UA in den nächsten drei bis fünf Jahren als weltweiten Standard für IoT zu etablieren.“

Auf Initiative des OPC Boards ist Stefan Hoppe nun weltweit für die OPC Foundation aktiv: „Ziel muss sein, OPC UA in den nächsten drei bis fünf Jahren als weltweiten Standard für IoT zu etablieren.“ Redaktion IEE

Wer im industriellen Umfeld zum weltweiten IoT-Standard (Internet of Things) werden will, braucht flexible und schnelle Kommunikationsmechanismen, um die zigtausend Komponenten zu verbinden. Bislang basiert der Datentransport jedoch auf einer Client/Server Architektur. Die OPC UA Arbeitsgruppe erweitert nun die Transportschicht um eine Publisher/Subscriber Architektur ohne dass dies Rückwirkungen auf die bislang definierten Informationsmodelle hat. Steuerungen oder auch RFID-Geräte können darüber ihre Informationen schnell an viele Abnehmer parallel verteilen. Dominik Bösl, CTO-Office beim Roboterhersteller Kuka begrüßt die Erweiterung um einen schnellen UDP-basierenden Transport (UDP: User Data Protocol). Von Kuka kommt auch die Anregung, OPC UA doch als Open Source zur Verfügung zu stellen und die Kommunikation auch Echtzeit-fähig zu machen. Bösls Fernziel: Eine vollständige und durchgängige Lösung, die auch eine horizontale Kommunikation zwischen den einzelnen Robotersteuerungen in Echtzeit ermöglicht.

„Sicherheit und Interoperabilität im Daten- und Informationsaustausch sind dafür ebenso essenziel wie für Industrie 4.0 und das Internet der Dinge“, erklärt Stefan Hoppe, derzeit noch OPC-President Europe. Derzeit, weil Hoppe künftig innerhalb der OPC weltweit aktiv sein wird und Verantwortung übernimmt.

OPC UA ist mehr als Datenaustausch

Eine effiziente Vernetzung von Sensoren, Feldgeräten und Steuerungen bis in die IT-Cloud lässt sich schon heute mit OPC UA realisieren. Dabei bietet der IEC62541 Standard mehr als nur Datenaustausch. „Die Beschreibung der Dienste, die Modellierung der Daten eines Geräts und dessen Zugriffsrechte sind in einer vernetzten Welt von hoher Bedeutung“, betonte Hoppe auf der SPS IPC Drives. Nur so können Maschinen direkt und eigenständig miteinander reden. Security ist dabei viel mehr als nur die Zugangskontrolle; Authentifizierung, Signierung und Verschlüsselung gehören ebenfalls dazu. Aktuell evaluiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem Projekt die Sicherheit von OPC UA. Holger Junker, BSI-Referatsleiter Cyber-Sicherheit in kritischen IT-Systemen, Anwendungen und Architekturen bestätigt: „Die einzige mir derzeit bekannte Kommunikationstechnologie in der Fabrik, die Sicherheitsaspekte mit eingebaut hat, und auch Potential für die Herausforderungen einer Industrie 4.0 bietet, ist OPC UA.“

SPS IPC Drives 2014
Halle 7, Stand 180