Die Ablösung der klassischen analogen Instrumente im Fahrzeug durch digitale Cockpits mit frei programmierbaren Displays breitet sich von der Oberklasse immer stärker auch in günstigere Modelle aus. Voraussetzung dafür sind Prozessoren, die nicht nur über eine hohe Grafikleistung verfügen, sondern auch besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen und den rauen Umgebungsbedingungen im Fahrzeug gewachsen sind.

Neue Prozessoren von NXP.

Neue Prozessoren von NXP. NXP

NXP setzt bei der neuen iMX-8-Prozessorfamilie auf bis zu sechs 64-Bit-Prozessorkerne mit ARM-v8-A-Technik sowie auf zusätzliche DSPs und Grafikprozessoren. Darüber hinaus unterstützen die Prozessoren Gigabit-Ethernet mit AVB (Audio Video Bridging) für eine schnelle Übertragung von Multimedia-Daten. Diese Ausstattung soll laut NXP für die Ansteuerung von bis zu vier HD-Displays oder alternativ für einen 4K-Bildschirm reichen. Spezielle multisensorische Funktionen ermöglichen zudem eine Steuerung durch Gesten oder Sprache. Das Anwendungsspektrum der neuen Prozessoren reicht von digitalen Kombiinstrumenten über Head-up-Displays bis zu Infotainment-Anzeigen und Bildschirmen für die Passagiere auf den Rücksitzen.

Security eingebaut

Gerade in gut vernetzten Fahrzeugen mit einer umfangreichen Multimedia-Ausstattung spielen Sicherheitsaspekte eine große Rolle. Die iMX-8-Familie verfügt deshalb unter anderem über bis zu 16 hardware-basierte Firewall-Domains, um etwa Angriffe von außen gezielt isolieren zu können. Sicherheitsrelevante Informationen sollen sich auch im Fall eines Systemausfalls jederzeit abspielen lassen. Damit wird laut NXP ein für ASIL B ausreichendes Zuverlässigkeitsniveau erreicht. Der Halbleiterhersteller entwickelte die Bausteine speziell für den Automotive-Einsatz und hat sie gemäß AEC-Q100 qualifiziert.

Drei Varianten

Konkret hat NXP drei verschiedene Prozessorvarianten vorgestellt:

  • Den i.MX 8QuadMax mit zwei GC7000XS/VX-GPUs sowie den folgenden Kernen: zwei ARM Cortex-A72 , vier Cortex-A53 und zwei Cortex-M4F.
  • Den i.MX 8QuadPlus mit zwei GC7000LiteXS/VX-GPUs sowie den folgenden Kernen: ein ARM Cortex-A72, vier Cortex-A53 und zwei Cortex-M4F.
  • Den i.MX 8Quad mit zwei GC7000LiteXS/VX-GPUs sowie den folgenden Kernen: vier Cortex-A53 und Cortex-M4F.

Muster der neuen Prozessoren sollen im ersten Quartal 2017 erhältlich sein.