Während die übrige Elektronik im Auto größtenteils unsichtbar ist, werden Heckscheiben seit Jahrzehnten mit eingebrannten Silber-Heizleitern hergestellt, die von Strom durchflossen werden und zum Entfernen von Eis und Beschlag dienen. Damit die Sicht zügig frei wird, müssen die Heizleiter in sehr geringem Abstand aufgebracht werden. Dies geschieht per Siebdruck und führt zu deutlich erkennbaren, die Sicht des Fahrers beeinträchtigenden Linien.


Gewisse Fortschritte hatte das Bemühen, die Breite der Leiter zu reduzieren und die Sichtbeeinträchtigung zu minimieren, auch in der Vergangenheit schon. Hierbei stieß man jedoch an technische Grenzen, die sich aus dem elektrischen Widerstand der Leiter und dem Wunsch nach schnellem Abtauen ergeben. Mit der bisher verfügbaren Technologie waren Leiterbreiten unter 0,5 mm nicht möglich.


Mit dem Ziel, diese technologischen Grenzen zu überwinden und eine Heckscheibenheizung zu realisieren, welche die Sicht nicht beeinträchtigt, entwickelte DuPont eine Reihe von Silberverbindungen von hoher Leitfähigkeit. Die als 789X bezeichnete Werkstoffserie ist für das Aufbringen leitender Strukturen auf Glas im Siebdruckverfahren vorgesehen. Die speziell für Scheibenheizungs-Anwendungen konzipierten leitenden Pasten sind überdies kompatibel zu den schwarzen Email-Materialien, die in der Regel bei der Herstellung von Heckscheibenheizungen eingesetzt werden, und lassen sich gemeinsam mit diesen brennen.


Die neuen Materialzusammensetzungen von DuPont gestatten eine Verringerung der Leiterbreite um 50 %. Einem bedeutenden Glashersteller gelang damit bereits die Produktion von Feinleiter-Heckscheibenheizungen auf der Basis konventioneller Produktionsverfahren. Bei den Produkten, die DuPont für Metallisierungen auf Glas anbietet, handelt es sich um schwermetallfreie Silberverbindungen, die zur Herstellung von Heizleitern im Siebdruckverfahren geeignet sind. Ebenfalls verfügbar sind für fotografische Belichtung konzipierte Systeme für sehr feine Leiterstrukturen, Materialsysteme für widrige Einsatzbedingungen unter freiem Himmel sowie Multiantennen-Systeme für die Mobilkommunikation.


In jüngster Zeit zielte die Entwicklung nicht nur darauf, der Nachfrage nach geringeren Leiterbreiten Rechnung zu tragen, sondern man strebt außerdem nach Systemen, die für das künftige 42-Bordnetz geeignet sind. DuPont bietet insgesamt ein umfassendes, kosteneffektives Produktprogramm an, das auch den neuesten Umweltschutzvorschriften der Automobilindustrie gerecht wird.