Während Multicore-Prozessoren, die mehr Leistung bieten, immer gängiger werden, kann die Ausführung von LabVIEW 8.5 auf diesen neuen Prozessoren zur Umsetzung leistungsfähiger Systeme mit erhöhtem Prüfdurchsatz beitragen. Die neueste Version von LabVIEW sorgt für eine gesteigerte Systemleistung, da sie automatische Thread-Skalierung basierend auf der gesamten verfügbaren Anzahl an Prozessorkernen, verbesserte thread-sichere Treiber sowie deterministisches, echtzeitfähiges Multithreading für leistungsstarke Prüfapplikationen wie etwa jene bei drahtlosen, digitalen und Mixed-Signal-Tests bietet.

„Anwender sind davon abhängig, dass PC-Prozessoren, Betriebssysteme und Bustechnologien immer weiter optimiert werden, damit sie mit ihren Prüfsystemen höhere Leistungen erzielen können“, so Dr. James Truchard, President, CEO und Mitbegründer von National Instruments. „Mit dem Trend zu PCs mit Multicore-Prozessoren profitieren LabVIEW Programmierer von einem vereinfachten grafischen Multithreading-Ansatz, der es ihnen ermöglicht, die Leistung der Multicore-Technologie ohne oder nur mit geringen Änderungen an ihren Applikationen zu optimieren.“

Verbesserter Durchsatz für Produktionsprüfungs- und Datenübertragungsapplikationen

Wird LabVIEW 8.5 zur Programmierung von Multicore-Systemen eingesetzt, können Prüfingenieure jetzt neue Produktionstester mit erhöhtem Durchsatz entwickeln, indem sie parallele Operationen wie beispielsweise Datenerfassung, -erzeugung und -analyse auf mehreren Prozessorkernen durchführen. Dank der Parallelität in der LabVIEW-Datenflusssprache und der integrierten Multithreading-Fähigkeit können Anwender anspruchsvolle Systeme erstellen, die das Arbeitspensum zwischen den verfügbaren Prozessorkernen aufteilen. Aufgrund des vereinfachten grafischen Ansatzes beim Multithreading in LabVIEW können Anwender, die LabVIEW bereits verwenden, auch die Vorteile der Multicore-Technologie nutzen, um bei ihren bereits vorhandenen Prüfsystemen Leistungssteigerungen zu erzielen. Dazu fallen keine bzw. fast keine Änderungen bei den Applikationen an. Überdies können Prüfingenieure ihre Prüfsysteme durch Verteilung der Aufgaben auf ein FPGA-basiertes Zielsystem unter Einsatz des LabVIEW FPGA Module weiter optimieren.
Eine Ausführung von LabVIEW 8.5 auf Multicore-Prozessoren kann zudem zur Realisierung von Applikationen für Hochgeschwindigkeitsdatenübertragungen, wie z. B. Verifizierung von integrierten Schaltkreisen für die Kommunikation, Testen von HDV-Monitoren und Überwachung des RF-Spektrums, beitragen, indem die Messvorgänge und die Datei-Zugriffe auf separate Prozessorkerne verteilt werden. Beim Einsatz von LabVIEW 8.5 und einer Hochgeschwindigkeits-Bustechnologie wie PCI Express können Anwender Daten kontinuierlich mit Geschwindigkeiten bis zu 2,5 Gbit/s an den Systemspeicher übertragen.

Softwaredefinierte Entwicklung und Prüfung von HF- und Kommunikationssystemen

Die LabVIEW 8.5 Plattform führt eine neue Version des NI Modulation Toolkit für LabVIEW ein, das Anwendern einen flexiblen, softwaredefinierten Ansatz bei der Entwicklung und Prüfung von Kommunikationssystemen bereitstellt. Wird das NI Modulation Toolkit 4.0 mit der modularen Messgeräteplattform PXI Express kombiniert, lassen sich Anwendungen erstellen, die das Testen drahtloser Geräte mithilfe von Standardprotokollen wie GPS und DAB sowie das Testen der elektromagnetischen Verträglichkeit ermöglichen. Die Anwender können das Modulation Toolkit auch einsetzen, um Matrizen für die Paritätsprüfung zu erzeugen und um Datenbits mit Low-Density-Parity-Check-Codierungstechniken zu kodieren und dekodieren, wie sie in WiMAX-, DVB-S2- und 802.11n-Protokollen verwendet werden.

Außerdem können Anwender LabVIEW 8.5 mit FPGA-basierten Systemen einsetzen und prozessorintensive Tests von Telekommunikationsgeräten durchführen. Da FPGAs parallel sind und eine deterministische Ausführung liefern können, eignen sich FPGA-basierte Systeme für die integrierte und verteilte Verarbeitung. Mithilfe des LabVIEW FPGA Module kann eine FPGA-fähige Prozessorkarte von National Instruments so programmiert werden, dass sie tausende von Berechnungen parallel ausführt, um das HF-System für den Test des Digital-Video-Broadcasting-Protokolls zu modulieren.

Steigerung der Leistung und Zuverlässigkeit für autarke Testsysteme

Damit deterministische und äußerst zuverlässige Systeme eingesetzt werden können, erweitert LabVIEW 8.5 die Leistung von Multicore-Anwendungen auf echtzeitfähige Embedded-Systeme und stellt dazu symmetrisches Multiprocessing mit LabVIEW Real-Time bereit. Mit der neuesten Version von LabVIEW können Anwender Programmcodeabschnitte manuell spezifischen Prozessorkernen zuweisen, um Echtzeitsysteme genau abzustimmen oder zeitkritische Codeabschnitte auf einem dedizierten Core auszuführen.
Bei den anspruchsvolleren Anforderungen bezüglich Fehlerbehebung und Codeoptimierung bei der Entwicklung von echtzeitfähigen Multicore-Systemen steht das neue NI Real-Time Execution Trace Toolkit 2.0 zur Verfügung. Es erlaubt die visuelle Darstellung des Timing-Verhältnisses zwischen Codeabschnitten und den einzelnen Threads und Prozessorkernen, auf denen der Programmcode ausgeführt wird.

Statecharts (Zustandsdiagramme) werden oft für den Entwurf von Zustandsmaschinen verwendet, die das Verhalten von Echtzeit- und Embedded-Systemen modellieren. Ereignisse und Reaktionen können so für den Entwurf digitaler Kommunikationsprotokolle, Maschinensteuerungseinheiten und Anwendungen zum Schutz von Systemen dargestellt werden. Beim Einsatz des neuen LabVIEW Statechart Module können Anwender Kommunikationsprotokolle wie beispielsweise SPI oder I2C entwerfen und implementieren, um zügig Prototypen neuer Produkte zu erstellen oder während der Testabläufe mit Prüflingen zu kommunizieren. Mit anspruchsvollen Designwerkzeugen wie z. B. dem Statechart Module können Anwender die Lücke zwischen Entwurf und Prüfprozessen schließen. Das trägt dazu bei, Produktentwürfe schneller umzusetzen und die Markteinführung zu verkürzen.

Zusätzliche Funktionen von LabVIEW 8.5 für Prüfapplikationen umfassen:
? Werkzeuge zur Verwaltung von Projektdateien und Zusammenführung grafischen Programmcodes für die Entwicklung im Team
? Low-Level-Speicherverwaltung zur Leistungsverbesserung
? Bessere Möglichkeiten zur Analyse und Signalverarbeitung, darunter BLAS-Bibliotheken für die Ausführung linearer Algebra
? Verbesserte Kantenerkennung in der Bildverarbeitung und optimierte Algorithmen für verschiedene Demodulatoren und Schemata zur Kanalcodierung
? Optimierte Unterstützung von M-File-Scripts

Anwender, die mehr über LabVIEW 8.5 und die Möglichkeit zum Download der Evaluierungssoftware erfahren wollen, finden unter www.ni.com/labview85/test.htm weiterführende Informationen. Mitglieder des Standard Service Program für LabVIEW bekommen ihre neue Version automatisch zugeschickt oder können sie im Services Resource Center unter www.ni.com/src herunterladen. Anwender, deren Software Teil einer unternehmensweiten Mehrfachlizenz (Volume License Agreement, VLA) ist, erhalten bei ihrem VLA-Administrator Informationen zur Installation.

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