Bild 1: Das Ethernet-Chassis cDAQ-9188XT mit acht Steckplätzen.

Bild 1: Das Ethernet-Chassis cDAQ-9188XT mit acht Steckplätzen.National Instruments

Regelmäßig stellt National Instruments zur NI Week eine neue Version von LabVIEW vor, so auch diesmal. In die Version 2013 wurden über 100 neuen Funktionen und Verbesserungen eingefügt und dabei vielfach das kontinuierliche Anwender-Feedback umgesetzt. LabVIEW 2013 verfügt jetzt über eine native Unterstützung neuester Hardwaretechnologien von ARM und Xilinx, darunter auch Zynq. Höhere Zuverlässigkeit und bessere Qualität für komplexe Anwendungen werden durch Codeverwaltung, Dokumentation und Review-Werkzeugen erreicht. Neue Werkzeuge, wie etwa ein Subversion-Plug-in von Viewpoint Systems, fügen sich besser in den Softwareentwicklungsprozess ein. Verbesserungen gibt‘s für Entwickler, die professionelle Anwendungen und Installationen anbieten und verteilen möchten. Außerdem ist jetzt auch der Einsatz mobiler Plattformen wie iOS und Android zur Nutzung von Dashboards für die dezentrale Überwachung und Systemkontrolle möglich.

cDAQ-9188XT für raue Bedingungen

Auf der Hardware-Seite wurde das Ethernet-Chassis cDAQ-9188XT mit acht Steckplätzen präsentiert, das für verteilte oder dezentrale Messanwendungen in extremen Umgebungsbedingungen entwickelt wurde (Bild 1). Es kann Temperaturen von -40 bis 70 °C standhalten, besitzt eine Stoßfestigkeit bis 50 g und eine Vibrationsfestigkeit bis 5 g. Es enthält erstmals einen integrierten Watchdog mit definierten, sicheren Zuständen. Zehn Chassis-Optionen, drei Busse und über 50 Module der C-Serie mit einer großen Bandbreite an Anschlüssen und I/Os. Die Plattform ist mit einer nativen Integration durch LabVIEW ausgestattet, die Bibliotheken für die Signalverarbeitung und Bedienelemente bietet, die wiederum zur Datendarstellung entworfen wurden. Ein weiteres Beispiel ist die Unterstützung der LabVIEW Electrical Power Suite. Mit diesem Toolkit können Anwender von CompactDAQ Funktionen zur Leistungsanalyse, zum Beispiel Energie, Frequenzen, Spannungsungleichheit und Ereigniserkennung, in ihre Überwachungssysteme integrieren.

cRIO-9068 Controller

Bild 2: Der Controller cRIO-9068.

Bild 2: Der Controller cRIO-9068.National Instruments

National Instruments stellt den Controller cRIO-9068 vor, in den moderne Technologien integriert sind, wie beispielsweise die Zynq-7020-All-Programmable-SoC-Technologie von Xilinx, die einen Dual-Core-Prozessor Cortex-A9 von ARM in einem Xilinx-7-FPGA enthält (Bild 2). Dabei behält er uneingeschränkte Kompatibilität mit LabVIEW und den I/Os der CompactRIO-Plattform bei. Weitere Leistungsmerkmale des Controllers cRIO-9068 sind beispielsweise der erweiterte Betriebstemperaturbereich von -40 bis 70 °C sowie ein neues, Linux-basiertes Echtzeitbetriebssystem, das Anwendungsentwicklungen mit LabVIEW Real-Time sowie C/C++ ermöglicht.

myRIO für die Ausbildung

Bild 3: NI myRIO basiert auf derselben Technologie wie die CompactRIO-Plattform.

Bild 3: NI myRIO basiert auf derselben Technologie wie die CompactRIO-Plattform.National Instruments

Mit der Markteinführung von myRIO verstärkt National Instruments das Engagement im Bereich technische Ausbildung. NI myRIO basiert auf derselben Technologie wie die CompactRIO-Plattform, ist kleiner als sein in der Industrie eingesetztes Pendant und speziell an die Bedürfnisse von Studenten angepasst. Auch myRIO beinhaltet die Zynq-SoC-Technologie von Xilinx, die einen ARM Cortex-A9 sowie einen FPGA mit 28.000 programmierbaren Logikblöcken umfasst. Über LabVIEW können Studenten das FPGA programmieren und ihre Systeme in Echtzeit entwickeln. NI myRIO bietet in einem robusten Gehäuse außerdem zehn Analogeingänge, sechs Analogausgänge, Audio-I/O-Kanäle und 40 digitale I/O-Kanäle sowie integriertes WLAN, einen dreiachsigen Beschleunigungssensor und mehrere programmierbare LEDs.

PXImc Adapter Modul

Bild 4: Den LabVIEW Student Design Award erhielt das CERESS-Studententeam  (Compatible and Extendable REXUS Experiment Support Bus) der TU München: Sebastian Althapp (links) und DanielBugger (rechts) sowie Alexander Schmitt und Christof Friedl.

Bild 4: Den LabVIEW Student Design Award erhielt das CERESS-Studententeam (Compatible and Extendable REXUS Experiment Support Bus) der TU München: Sebastian Althapp (links) und DanielBugger (rechts) sowie Alexander Schmitt und Christof Friedl. National Instruments

National Instruments gab auch Updates ihrer über LabVIEW rekonfigurierbaren I/O-Architektur (RIO) bekannt. Besonders wichtig dabei sind die FPGA extensions genannten Instrumenten-Treiber, die die Flexibilität von FPGAs mit der Kompatibilität von standard Instrumententreiber verbinden. Diese Erweiterungen machen es besonders für die Anwender einfacher, die keine oder nur geringe Erfahrungen mit der FPGA-Programmierung haben. Außerdem wurde die RIO-Architektur um das FlexRIO-FPGA-Modul PXIe-7975R ergänzt, das jetzt ein Xilinx-FPGA der Serie 7 enthält und damit die Bandbreite auf 1,6 GByte/s verdoppelt und den on-board DRAM-Speicherbereich auf 2 GByte vervierfacht. Zusätzlich sind zwei FlexRIO-Adaptermodule, der 4,4-GHz-Receiver 5792 und der HF-Transmitter 5793 erhältlich. Für alle, die höhere Rechenleistung durch Gleitkomma-Arithmetik benötigen, hat National Instruments die CPU-Kompatibilität der LabVIEW-RIO-Architektur mit dem PXImc-Adapter PXIe-8383mc verbessert. Mit der PXImc-Technik können Anwender Gleitkomma-Verarbeitung genauso auf mehrere CPUs im System verteilen, wie Festkomma-Verarbeitung auf verschiedenen FPGAs erfolgen kann.

Bild 5: Dr. Johannes Gutleber (Mitte) vom CERN in Genf erhielt den Advanced Research Award für die Steuerung eines Partikelbeschleunigers für zur Ionenstrahl-Krebstherapie unter Verwendung von LabVIEW FPGA und FlexRIO.

Bild 5: Dr. Johannes Gutleber (Mitte) vom CERN in Genf erhielt den Advanced Research Award für die Steuerung eines Partikelbeschleunigers für zur Ionenstrahl-Krebstherapie unter Verwendung von LabVIEW FPGA und FlexRIO.National Instruments