STMicroelectronics hat mit der kalifornischen Akku-Firma Front-Edge Technology ein Handelsabkommen geschlossen, mit der ST die Möglichkeit erhält, die ultraflache NanoEnergy-Akkutechnologie von FET in einer breiten Palette neuer Märkte und Applikationen einzuführen. Die Festkörper-Dünnschicht-Energiezellen ermöglichen die Stromversorgung von anspruchsvollen Einmal-Passwort-Smartcards, batteriegestützten RFID-Tags, drahtlosen Sensornetzwerken, Pufferbatterien für Echtzeituhr-Module und eine Vielzahl medizinischer Anwendungen wie z.B. Hörgeräte, automatische Insulinpumpen und am Körper tragbare Gesundheitsüberwachungs-Systeme.

Ein besonderer Vorteil der ultradünnen Festkörper-Akkutechnologie ist ihre mechanische Flexibilität, die die Herstellung ,biegsamer“ Batterien in verschiedenen Größen und Formen ermöglicht. Mit einer Stärke von nur 200 µm bietet die Technik ideale Voraussetzungen für portable und extrem kompakte Geräte. Als Festelektrolyt kommt LiPON (Lithium-Phosphor-Oxynitrid) zum Einsatz, ein ursprünglich von den Oak Ridge National Laboratories entwickelter Stoff. Die Dünnschicht-Technologie von FET kann damit gegenüber einem anderen Gerät mit vergleichbarer Energiespeicher-Kapazität 10- bis 20-mal mehr Energie liefern als Knopfzellen nach dem jetzigen Stand der Technik.

Wie sich gezeigt hat, zeichnen sich die Festkörper-Mikrobatterien von FET durch eine längere Lebensdauer, mehr Sicherheit durch Kurzschlussschutz sowie eine geringere Umweltbelastung aus als bestehende Batterietechnologien. Zu den besonderen Vorzügen der FET-Technologie gehört  ihre hohe Zyklusfestigkeit von mehr als 1000 Zyklen bei 50% Entladung. Durch Schnellladung mit hoher Stromstärke lassen sich die Akkus binnen 15 Minuten auf 80% ihrer Nennkapazität aufladen. Hinzu kommt eine hohe Stabilität mit einer Selbstentladerate von weniger als 15 % pro Jahr.(jj)