Das SoC Xavier gewährleistet Rechenpower für autonomes Fahren bei nur 20 Watt Leistungsaufnahme.

Das SoC Xavier gewährleistet Rechenpower für autonomes Fahren bei nur 20 Watt Leistungsaufnahme. Nvidia

Bereits auf der CES 2016 hatte Nvidia das Hardware-Modul Drive PX2 für die Auswertung von Sensor- und Kameradaten vorgestellt. Die einfachste Variante dieses SoCs nimmt nur 10 Watt Leistung auf. Um jedoch ausreichend Rechenleistung für autonomes Fahren bereitzustellen, benötigt das von Nvidia „Autochauffeur“ genannte System zwei Parker-SoCs und zwei diskrete Pascal-GPUs. Zusammen nehmen diese 80 Watt auf und benötigen eine Flüssigkeitskühlung.

Mit Xavier bietet Nvidia eine deutlich energiesparendere Lösung an, die als das Hirn eines selbstfahrenden Autos auch die anspruchsvollen Safety-Vorgaben der ISO 26262 erfüllt. Der von Nvidia „AI-Supercomputer“ genannte  Xavier ist ein komplettes SoC, das die neue GPU-Architektur Volta mit 512 CUDA-Kernen, eine 8-Kern-CPU und einen neuen 8K-fähigen Computer-Vision-Beschleuniger vereint. Sieben Milliarden Transistoren bewältigen die immense Rechenleistung, die für das autonome Fahren erforderlich ist, bei einer Leistungsaufnahme von nur 20 Watt. Die Energieeinsparung ist beachtlich, besonders da Nvidia Xavier von TSMC mit dem gleichen 16-nm-FinFET+-Prozess fertigen lässt, der auch für das Drive PX2 verwendet wird.

Die AI-Platform Xavier verwendet HD-Kartendaten aus der Datencloud und lernt durch Beobachtung des Verhaltens des Fahrers. Laut Huang passt sich das Fahrzeug damit laufend an sich ständig verändernde Umgebungsbedingungen an und lernt, auch schwierige Situationen wie zum Beispiel eine schmale, überwachsene Auffahrt zu bewältigen. Erste Exemplare des Xavier-SoC sollen Ende 2017 zur Verfügung stehen, die Volumenproduktion wird für 2018 erwartet. Nvidia und Audi sind optimistisch, auf dieser Basis bereits 2020 ein Fahrzeug mit Level-4-Vollautomatisierung anbieten zu können. Neben Audi kooperiert Nvidia auch mit ZF bei der Entwicklung von KI-Lösungen für Fahrzeuge.

Die CES 2017 bietet noch mehr

Das sind die merkwürdigsten und kuriosesten Gadgetes der Messe:

Bildergalerie:„Die kuriosesten Gadgets von der CES 2017”
Verkehrstechnisch ist die CES eigentlich ein Chaos, weil es nicht genug Taxen gibt. Der Uber-Konkurrent Lyft macht den Besuchern daher schon am Gepäckband auf dem Flughafen mit einem Gutschein seine Dienste schmackhaft.
Smartcane: Gehstöcke mit integriertem Alarmknopf.
Ein Vorhängeschloss mit Fingerabdruck-Scanner, das sich zusätzlich auch mit einem Schlüssel öffnen lässt – zum Beispiel falls die Lithium-Ionen-Batterie leer ist.
Zahlreiche Unternehmen präsentierten Lösungen, die chronische Schmerzen durch Neurostimulation lindern sollen.
Das interaktive Halsband für Hunde kennt nicht nur den Aufenthaltsort, sondern es kommuniziert auch mit dem Halter.
Ein solches smartes Hundehalsband soll dabei helfen, das Verhältnis zum eigenen Hund zu verbessern.
Selbst dieses Hörgerät ist mit dem Internet verbunden.
Smart-Homes mit Internet-Anbindung sind ein ganz großes Thema auf der CES.
Ein Duschkopf, der sich per App steuern lässt.
Diese Lösung aus Frankreich ermöglicht es, den Zustand der aktuellen Entspannung (oder Anspannung) mit einer App zu erfassen und auszuwerten.
Bei der Liebesbox wackelt das Papierherz, wenn eine Nachricht im Empfänger eingeht, der sich …
… in einer Massivholzbox befindet. Die Love Box reagiert auf Nachrichten eines bestimmten Senders.
Jetzt lässt sich der Futter- und Wasserspender für die Katze per App auch von einem anderen Kontinent aus steuern.
Typlet verwandelt jede beliebige Oberfläche in einen Touchscreen.
Der Echtzeit-Monitor erfasst nicht nur Details rund um den Füllzustand der Babywindel, sondern auch die Umgebungstemperatur, ob das Baby gefallen ist sowie die Atemfrequenz und Bewegungen.
Profisportler müssen keinen Brustgurt mehr tragen, um ihre Herzfrequenz zu überwachen. Der waschbare Sensor sendet die Daten per Bluetooth an eine App.
Bitdefender zeigt auf der CES eine Box, die per Hardware eine sichere IoT-Lösung bereitstellt.
Hypersuit ermöglicht es, Virtual Reality in einer anderen Position zu erleben.
Wer lieber auf den Füßen in die virtuelle Welt eintauchen möchte, kann die Taclim genannten VR-Schuhe nutzen, die allerdings noch ziemlich klobig sind.
Der Werbeslogan hierfür: "Die erste mobile Telemedizin-Station."
Diese „Armbanduhr“ misst permanent den Glukosegehalt für Diabetiker mit einer Genauigkeit von 5 %, indem ein Sensor in die obersten Hautschichten eintaucht, was aber keine Wunde erzeugt und nicht als Schmerz wahrgenommen wird. Dieses System lässt sich auch für andere Verfahren nutzen – und zwar …
...zur Laktatmessung während der Aktivität, ganz ohne Unterbrechung. Damit müssen Sportler nicht mehr zur Leistungsdiagnostik ins Labor, und angenehmer ist es auch.
Diese drahtlosen In-Ohr-Kopfhörer arbeiten 5 Stunden mit einer Batterieladung.
Warum dieses Element permanent über dem Lautsprecher schweben muss, konnte der Aussteller auch nicht allumfassend erklären, aber immerhin sieht es cool aus.
Ein aufsteckbares Bremslicht für Motorradfahrer, das nach einem Unfall sogar die Verwandtschaft informiert.
3-D-Drucker  sind auf der CES in vielen Varianten zu sehen.
Mit dieser Haarbürste lässt sich die Belastung des Haars beim Bürsten erfassen, denn sie übermittelt die Kämm-Daten per Bluetooth …
… von der smarten Bürste an eine App.
Ein derartiges „elektronisches Tattoo“ lässt sich nicht nur zur Ermittlung der Herzfrequenz nutzen, sondern …
… auch, um zum Beispiel bei VR-Spielen als Sensor für Bewegungen der Extremitäten zu dienen.
Die Luftqualität vor Ort erfassen – und in einer App ablesen.
Erfassung der Bewegung für VR-Spiele einmal anders.
Mit dieser Lösung soll die Gesichtshaut weicher werden und jünger aussehen.
Damit die ganze Verwandtschaft an der Schwangerschaft teilnehmen kann, ermittelt dieser Sensor …
… Daten rund um die Bewegungen des Babies im Mutterleib und versendet diese per Bluetooth an eine App.
Rätsel in drei Bildern: Was ist das?
Das ist die Unterseite.
Die Auflösung: Es ist ein Massagegerät zur „Pro-Anti-Zellulite-Aktivierung“, das auch gleich die Details der Aktion an eine App übermittelt.
An diversen Ständen der CES können die Besucher Roboter verschiedener Art sehen.
Ein Bett mit integrierten Sensoren, das zum Beispiel per Bluetooth eine App informiert, wenn die Gefahr zu Schnarchen steigt.
Mit dieser Zahnbürste und der zugehörigen App hat der Anwender alle wichtigen Zahnputz-Daten fest im Visier.
„Das weltweit kleinste Laptop-Ladegerät“ liefert die gängigen 15 V und ist wirklich erheblich kleiner als die vergleichbaren 65-W-Netzteile.
Für nur zirka 50 Dollar gibt es einen Schlüsselanhänger, der eine App über seinen aktuellen Standort informiert – ein Highlight für alle, die gerne etwas verlegen.
Diese Lösung ermöglicht es, Rehabilitation spielerisch durchzuführen und alles detailliert zu dokumentieren.