Online-Shopping, Googeln – stets arbeiten Algorithmen im Hintergrund. Was im privaten akzeptiert ist, drängt mit Macht in die Produktion. Im Maschinen- und Anlagenbau forcieren zwei Trends diese Entwicklung: Zum einen die steigende Komplexität Maschinen, Anlagen und Automatisierungskomponenten, der man mit  immer mehr Software begegnet. Zum anderen schaffen immer mehr Sensoren und Cloud-Speicher für einen überproportionalen Anstieg an Daten. Um diese Daten beispielsweise für eine Prädiktive Wartung sinnvoll nutzen zu können braucht es Algorithmen.

Für beide Themenbereiche bietet beispielsweise die Firma Mathworks geeignete Lösungen. Mit modellbasierter Entwicklung, Simulation und automatischer Codegenerierung lässt sich das Verhalten der Anlagen inklusive Steuerungssoftware bereits bei der Projektierung am Desktop testen, bevor auch nur der erste physische Prototyp entwickelt wurde.

Für die Auswertung großer Datenmengen hingegen setzen die unterschiedlichsten Branchen Matlab ein. Dabei kommen immer häufiger fortgeschrittene statistische Verfahren zum Einsatz, wie etwa ‚Machine Learning‘ oder ‚Deep Learning‘, für die es integrierte Lösungen gibt.
Ein weiteres Beispiel, wie groß der Einfluss von Algorithmen sein kann, liefert die moderne Gebäudetechnik. Vernetzte Sensoren in allen Räumen, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit über den Tag hinweg messen und die Ergebnisse mit dem Heizverhalten abgleichen, können eine optimale automatische Wärmeversorgung bereitstellen. Noch effizienter wird das Energiemanagement, wenn zusätzliche Komponenten wie thermodynamische Eigenschaften des Gebäudes, Wettervorhersagen, der Energiebedarf und Strompreise berücksichtigt werden. Building IQ, ein Dienstleister für die Optimierung von Klimaanlagensteuerung, erstellt mithilfe der Software Matlab&Simulink Algorithmen, um die Temperatur in Gebäuden bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zu simulieren. Auf diese Weise senken sie den Energiebedarf und die Energiekosten um 10 bis 25 %.