Die OLED-Elektroden aus Graphen sind nur 2 x 1 cm groß und sollen in Touchscreens zum Einsatz kommen.

Die OLED-Elektroden aus Graphen sind nur 2 x 1 cm groß und sollen in Touchscreens zum Einsatz kommen. Fraunhofer FEP

Gemeinsam mit Projektpartnern aus Industrie und Forschung ist es dem FEP erstmals gelungen, OLED-Elektroden aus Graphen herzustellen. Die Elektroden sind jeweils 2 x 1 Zentimeter groß. „Damit wurde in der Erforschung und Integration eines extrem anspruchsvollen Materials ein echter Durchbruch erzielt.“ erklärt Projektleiterin Dr. Beatrice Beyer vom FEP. Das Verfahren wurde im EU-geförderten Projekt »Gladiator« (Graphene Layers: Production, Characterization and Integration) gemeinsam mit Partnern wie dem spanischen Unternehmen Graphenea S.A. und dem britischen Aixtron Ltd. entwickelt und optimiert.

Das sogenannte 2D-Material Graphen besteht aus einer Schicht Kohlenstoffatome, die in Wabenform angeordnet sind. Die nur 0,3 nm dünnen Schichten sind leicht und transparent, dabei extrem hart und zugfester als Stahl und sowohl ein sehr guter Leiter für Wärme und Strom. Dr. Beyer ist optimistisch, dass bereits in zwei bis drei Jahren Produkte auf den Markt kommen könnten, in denen das Verfahren zum Einsatz kommt. Die Graphen-Elektroden sind wegen ihrer Flexibilität besonders für Touchscreens geeignet. Außerdem zerbrechen sie nicht, wenn das Gerät zu Boden fällt. Statt Glas käme dann nur eine transparente Folie zum Einsatz. Weitere Anwendungsfelder sehen die Forscher in der Photovoltaik, bei Wearables und in der Medizintechnik.