Die Zukunft im Blick: Die Technologie lässt sich für Augmented Reality nutzen, beispielsweise im OP oder für technische Applikationen.

Die Zukunft im Blick: Die Technologie lässt sich für Augmented Reality nutzen, beispielsweise im OP oder für technische Applikationen.

Organische Leuchtdioden (OLED) erlauben neben dem Standard-Substratmaterial Glas die Integration in verschiedene anwendungsspezifische Untergründe, z.B. auf Silizium-Wafer. Insbesondere in Verbindung mit CMOS-Schaltungstechnik (OLED-on-CMOS) können diese Vorteile wie Leuchtdichte, Effizienz, niedrige Betriebsspannung, spektrale Charakteristik neben der herkömmlichen Anwendung in Displays gänzlich neue und alternative Applikationen bedienen. Dies ergibt sich insbesondere aus der Kombination mit integrierten CMOS-Bauelementen und -Sensoren (z.B. Photodetektoren), die mittels OLED-on-CMOS-Technologie erstmals durch effiziente und stabile Lichtemitter auf dem CMOS-Chip ergänzt werden können, sowie der CMOS-basierten Ansteuerung, Auslese und Sig-nalverarbeitung. Dabei läßt sich der
Lichtemitter platzsparend oberhalb der CMOS-Elektronik anordnen, benötigt also keine zusätzliche Chipfläche. Diese Verbindung ermöglicht hochentwickelte Bauelemente und deren Anwendung: OLED-Mikrodisplays (auf CMOS-Untergrund) mit eingebettetem Bildempfänger (bi-direktionales Mikrodisplay) zur interaktiven Adaption des Displayinhaltes mittels Augen-Steuerung, oder optoelektronische Sensoren mit integrierter Lichtquelle. Dieser Thematik widmet sich das Fraunhofer IPMS seit einiger Zeit und hat zwischenzeitlich
verschiedene Technologie-Demonstratoren vorgestellt. „Entwickelt haben wir den Prototypen eines bi-direktionalen OLED-Mikrodisplays, bei dem eine bildgebende CMOS-Photodiodenmatrix verschachtelt in einem auf dem CMOS-Chip integrierten QVGA-Display (ca. 12 x 9 Millimeter) arbeitet“, so Uwe Vogel, Leiter der Gruppe Analoge Komponenten und Systeme am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden. „Vorgestellt wurde das Ganze auf der electronica.“ Weiterhin wurde ein optischer Flußsensor präsentiert, bei dem die erforderliche Lichtquelle mit auf dem CMOS-Sensorchip integriert ist. Derartige Bauelemente eignen sich für Anwendungsfelder wie Chemie, Medizin und Life-Science. Weitere Anwendungen von OLED-on-CMOS reichen von Lichtschranken und Optokoppler bis zur optischen Kommunikation. (uns)