Im Rahmen des Arbeitskreises ’Systemaspekte‘ hat es sich der ZVEI zur Aufgabe gemacht, aufkeimende Technologien sowie aktuelle Normungs- und Standardisierungsbestrebungen auf ihre Relevanz bezüglich der verschiedenen Einsatzfelder in der Automation zu bewerten und Prognosen zu deren künftigen Bedeutung aufzuzeigen. Eine erste Bewertung fand 1999 statt, die in der nun vorliegenden Version kommentiert wird. „Rückblickend haben wir damals zwar nicht mit allen Aussagen ins Schwarze getroffen, die Trefferquote kann sich aber durchaus sehen lassen“, so Reinhold Emge, Leiter des ZVEI-Arbeitskreises Systemaspekte.


In der Studie werden gegenwärtige Trends und Technologien beleuchtet wie Ethernet, Linux, FDT, Web-Technologien, XML, IEC61131, NOAH und OPC. Alle neuen Technologien und Standards werden jedoch – da sind sich die ZVEI-Vertreter einig – erst im Spannungsfeld zwischen dem Bestreben nach Vereinfachung durch Vereinheitlichung (Normung), den De-facto-Standards aus der Office-Welt und dem im Wettbewerb unvermeidlichen Zwang zur Generierung von Alleinstellungsmerkmalen bewähren müssen. Besonders die Verfügbarkeit von Mainstream-Technologien wie XML, Ethernet oder Linux eröffnet Möglichkeiten für die Automatisierungstechnik, die derzeit noch nicht vollständig zu übersehen sind.


Emge: „Es bleibt daher ein Anspruch an die Entwickler und Nutzer der Automatisierungstechnik, diese Trends kritisch zu beurteilen und in angemessenem Umfang einzusetzen.“ Die Broschüre ’Prozessleittechnk im Spannungsfeld neuer Standards und Technologien‘ kann beim ZVEI angefordert werden.