OSRAM (Deutschland) hat Seoul Semiconductor gegen eine entsprechende Ausgleichszahlung die Lizenz zur Herstellung und Vermarktung der weißen LEDs mit der Konversionstechnologie erteilt. Das Patent dafür besitzt die OSRAM Tochtergesellschaft OSRAM Opto Semiconductors. Umgekehrt gewährt Seoul Semiconductor OSRAM eine Lizenz zur Verwendung der Gehäusepatente von Seoul Semiconductor.

Diese Abmachung ebnet den Weg für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Gesellschaften. Konversionstechnologie wurde von OSRAM Opto Semiconductors entwickelt. Sie ermöglicht die Produktion von weißen LEDs unter Verwendung der blau strahlenden, auf InGaN (Indium-Gallium-Nitrid) basierenden Chips und passender Leuchtstoffkonverter.

Mit dem heute unterzeichneten Vertrag erhält Seoul Semiconductor das Recht, OSRAMs Schutzrechte auf dem Gebiet der weißen LEDs aller Größen, aller Produktionskategorien und für alle Bereiche der Anwendung zu verwenden. OSRAM hat bereits mit verschiedenen Unternehmen gegen Zahlung eines Entgelts Lizenzabkommen geschlossen – dazu gehören unter anderen Rohm, Everlight, Lite-On, Harvatek Vishay, Samsung Electrics, Yashin and Citizen. Dr. Rüdiger Müller, CEO von OSRAM Opto Semiconductors: „Im Laufe der Jahre hat OSRAM Opto Semiconductors eine sehr starke Patentposition aufgebaut. Sie bildet das Fundament für unsere starke Marktposition.“ „Das heutige Abkommen ist ein perfektes Beispiel für eine produktive und faire Zusammenarbeit. Aber wir werden auch weiterhin energisch unsere Patentrechte gegen Unternehmen geltend machen, die unerlaubt unser geistiges Eigentum nutzen. Internationale Gerichte haben schon mehrmals in entsprechenden Fällen zu unseren Gunsten entschieden“, bezieht Gerd Pokorny, Senior Vizepräsident der OSRAM GmbH, klar Stellung.