"Den meisten Unternehmen unserer Branche geht es momentan gut. Die Auftragsbücher sind voll", weiß Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.

„Den meisten Unternehmen unserer Branche geht es momentan gut. Die Auftragsbücher sind voll“, weiß Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. VDMA

Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage des VDMA-Landesverbandes Ost unter seinen 350 Mitgliedern in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. So wiesen im zweiten Quartal 2012 79 von 100 Unternehmen einen besseren oder konstanten Auftragsbestand auf. Im Vorquartal sagten das 71 von 100 Unternehmen. Darüber hinaus stieg die durchschnittliche Kapazitätsauslastung. Sie lag bei 90,4 % und bereits zum sechsten Mal in Folge über dem langjährigen Durchschnitt von 86 %. „Erfreulich ist auch, dass sich das Gefälle zwischen den einzelnen Unternehmen verringert hat“, kommentiert Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost, die Zahlen.

Ein Aufwärtstrend war außerdem bei der Umsatzrendite zu verzeichnen. Die Zahl der Firmen mit einer Umsatzrendite von über 5 % erhöhte sich auf rund 39 % – das ist der beste Wert seit Ende 2007. Dem Verband zufolge könnten dazu unter anderem der nachlassende Investitionsstau bei den Kunden sowie verbesserte Produktionsprozesse beigetragen haben.

„Es gibt jedoch auch Schattenseiten. So wirkt sich beispielsweise die Entwicklung in der Photovoltaik-Branche auch auf einige Unternehmen des Maschinenbaus nachteilig aus“, erklärt Pätz. Ebenso gestalte sich die Neuakquise von Aufträgen aufgrund der Euro-Krise und des starken nationalen sowie internationalen Wettbewerbs teilweise schwierig. Als problematisch bezeichneten die Unternehmen außerdem die kurzfristige Auftragsvergabe, Lieferengpässe der Zulieferer, hohe Material- und Energiekosten, die Finanzierungsforderungen der Kunden, die mangelnde Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften, die niedrige Zahl an Bewerbern für die vorhandenen Ausbildungsplätze und das sinkende Schulbildungsniveau.

Der guten Auftragslage stehen vor allem die Unwägbarkeiten der Euro-Krise gegenüber. Daher blicken die Unternehmen mit größerer Skepsis als bislang auf die kommenden Monate. 78 von 100 Firmen erwarten für das dritte Quartal 2012 gleichbleibende oder bessere Geschäfte – Ende März sagten das 86 von 100 Unternehmen.