Otellini starb in der Nacht zum 2. Oktober im Alter von 66 Jahren, wie Intel im kalifornischen Santa Clara bekanntgab. Schon seit 1974 gehörte er dem Unternehmen an, zunächst war er Finanzexperte, später betreute er den damals wichtigsten Kunden IBM und das Marketing des Konzerns. Zu den Aufgaben, die Otellini in seiner Zeit beim Konzern wahrnahm, zählt auch die Leitung der Architecture Group und die Markteinführung des ersten Pentium-Prozessors. Nachdem er von 2002 von 2005 Finanzchef gewesen war, rückte Otellini 2005 als erster Nicht-Hardwareingenieur an die Konzernspitze vor. Nach seinem Rücktritt 2012 folgte ihm Brian Krzanich, der die Position bis heute hält.

Otellini

Paul Otellini steigerte in seiner Zeit bei Intel den Umsatz von 34 auf 53 Milliarden US-Dollar. Intel

Unter Otellinis Ägide gelang es Intel, den Mitbewerber AMD zu überflügeln, was unter anderem der Core-Architektur geschuldet ist. In seine Zeit fällt auch der Wechsel von Apple von IBM- zu Intel-Chips für die Mac-Computer, die darin auch heute noch serienmäßig verbaut sind. Der Anschluss an das Smartphone-Zeitalter gelang Otellini jedoch weniger gut: Ein 2012 vorgestellte Gerät mit Atom-Chip konnte sich nicht durchsetzen. Bei Smartphones und Tablet-Computern dominierte bald die konkurrierende ARM-Plattform.