Zwei getrennte Spannungskreise unterstützen bei den IO-Link-Aktorhubs den Aufbau von passiven Sicherheitsabschaltungen.

Zwei getrennte Spannungskreise unterstützen bei den IO-Link-Aktorhubs den Aufbau von passiven Sicherheitsabschaltungen.Balluff

Die speziellen IO-Link-Aktorhubs erfüllen die Anforderungen einer sicheren Abschaltung (passive Sicherheit) von Ausgängen gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/EG, EN 954-1 Kategorie 3, EN 13849-1 EN 62061 SIL2. Typisch für passive Sicherheit ist die Bildung sogenannter Sicherheitskreise. Die Versorgungsspannungen der jeweiligen Safety-Kreise sind durch Sicherheitsrelais abschaltbar. Diese sicher abschaltbaren Versorgungsspannungen werden zur Versorgung für die Ausgangsstufe der Schaltkomponenten wie den Aktorhub genutzt. Die Schaltkomponente selbst muss gewisse Anforderungen der Norm erfüllen unter anderem bezüglich Potentialtrennung, Luft- und Kriechstrecken. Insgesamt ergibt sich für den gesamten Aufbau ein Safety Integrity Level 2 (SIL).

Zwei getrennte Spannungskreise unterstützen bei den IO-Link-Aktorhubs den Aufbau von passiven Sicherheitsabschaltungen.

Zwei getrennte Spannungskreise unterstützen bei den IO-Link-Aktorhubs den Aufbau von passiven Sicherheitsabschaltungen.Balluff

Mit diesen Hubs lassen sich Standard- und sicherheitsgerichtete E/As gemeinsam innerhalb einer Feldbustopologie abbilden. Dazu ist bei den IO-Link-Aktorhubs vom Typ BNI IOL-252/256 der E/A-Block in zwei galvanisch getrennte Segmente geteilt. Je Ausgangskreis stehen vier Ausgänge (Version -252) beziehungsweise acht Ausgänge (Version -256) zur Verfügung. Die Spannungsversorgung der beiden Ausgangskreise wird über einen 7/8“-Steckverbinder zugeführt und lässt sich einzeln sicherheitsgerichtet über Sicherheitsrelais abschalten. Auf diese Weise sind mit einem Modul zwei getrennte Sicherheitskreise realisierbar. Das Modul erledigt somit die notwendige Verknüpfung zwischen ablauf- und sicherheitsgerichteter Steuerung einer Maschine. Bis zu 16 Ventile können auf diesem Weg über IO-Link angesteuert und im Sicherheitsfall sicher abgeschaltet werden.

Die passiven Safetyhubs erweitern das IO-Link-Systemkonzept in seiner Funktionalität. Es erfüllt damit alle Anforderungen eines ganzheitlichen Lösungsansatzes, reduziert gleichzeitig die Komponentenzahl und vereinfacht die Installation und die Verkabelung von Maschinen. Wurde früher aus der Zusammenführung und Weiterleitung unterschiedlicher Signale von und an die Steuerungsebene rasch ein armdicker Kabelstrang, tritt an dessen Stelle ein dreiadriges Kabel. Sonderkabel und Zusatzboxen werden überflüssig.

Mit den Aktorhubs und Sicherheitsrelais lässt sich die Ansteuerung und sicherheitsgerichtete Abschaltung von Aktoren auch in IO-Link-Installationen realisieren.

Mit den Aktorhubs und Sicherheitsrelais lässt sich die Ansteuerung und sicherheitsgerichtete Abschaltung von Aktoren auch in IO-Link-Installationen realisieren.Balluff

Darüber hinaus haben die M12-Aktorhubs verschiedene Details, die das Handling erleichtern: leistungsstarke Ausgänge (2 A, Summenstrom bis maximasl 9 A), ein erweiterter Temperaturbereich (-5°C bis +70°C) sowie ein flaches, platzsparendes Profil mit gerundeten Kante sowie ein flaches, platzsparendes Profil mit gerundeten Kanten mit Platz für Beschriftungen und gut sichtbaren Status-LEDs. Zusätzliche Varianten der Aktorhubs bieten erweiterte Diagnosefunktionen: Kurzschlüsse am Ausgang gegen Masse oder gegen die Versorgungsspannung, Unterspannung der Ausgangsversorgung oder in der galvanisch getrennten Modulversorgung werden ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand zusammen mit den Sensorsignalen über die IO-Link-Verbindung übertragen.

IO-Link

Facelifting zur SPS IPC Drives

‚Use IO-Link‘ – so lautet der Slogan auf der neuen Internetseite des IO-Link-Konsortiums. Das Akronym ‚Use‘ steht gleichermaßen für die Attribute von IO-Link – universal, smart und easy – wie auch für die Aufforderung an den Markt, die Standardschnittstelle für die Sensor/Aktorverdrahtung im unteren Feldbereich einzusetzen.

IO-Link hat wie kein anderes Interface das Potenzial, den existierenden Dschungel an Sensor-/Aktorschnittstellen radikal zu lichten und zu standardisieren. Erstmals ist es möglich, messende Sensoren mit Analog-Ausgang, mehrkanalige binäre und ‚Mixed-Signal‘ Sensoren, die bisher mit Multipol-Steckern verdrahtet wurden, und sogar verschiedene serielle Schnittstellen auf einem Interface zu vereinen. Der Clou: Die Schnittstelle erfordert lediglich das einfachste und preiswerteste auf dem Markt befindliche Verbindungsmedium – ein dreiadriges, ungeschirmtes Standard-Sensorkabel.

‚Smart und easy‘ gestalten sich laut IO-Link-Konsortium die Parametrierung und die Diagnose von Sensoren und Aktoren von zentraler Stelle aus. Der Grund: Die bisher notwendige Zugangsmöglichkeit zum Sensor oder Aktor, um Einstellungen wie Schaltabstände und Messbereiche von Hand vornehmen zu können, entfällt. Daraus resultiert wiederum eine Vereinfachung des Maschinendesigns. Ebenso profitieren Maschinenbetreiber von der leichteren Wartung der Maschinen durch die Parametrierung und Diagnose von zentraler Stelle aus. Und aufgrund der automatischen Parameter-Replikation von IO-Link verliert ein bisher als kritisch angesehener Servicefall seine Tücken: Der Austausch parametrierbarer Sensoren/Aktoren reduziert sich auf das mechanische Auswechseln der defekten Komponente. Die richtigen Parameter werden anschließend automatisch, vollständig und fehlersicher vom IO-Link-System übernommen.