Zu diesem Resultat kommt eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Gartner, deren erste Ergebnisse heute veröffentlicht wurden. Der weltweite PC-Markt erreicht somit erstmals seit dem dritten Quartal 2000 wieder eine zweistellige Wachstumsrate in Bezug auf die Absatzzahlen.


Den über den Erwartungen liegenden Absatz in der PC-Industrie sieht Gartner als Zeichen für eine Verbesserung der Marktbedingungen. Dennoch kämpfen die US-Unternehmen weiterhin mit begrenzten Budgets, so dass die weitere Wirtschaftsentwicklung und deren Auswirkungen auf den Computerverkauf beobachtet werden müsse. Am meisten profitierte der Konzern Dell von der Entwicklung, der bereits zuvor die stärksten Verkaufszahlen vorlegen konnte. So konnte Dell seine Absatzzahlen um 29,5 Prozent auf 5,8 Mio. verkaufte Geräte steigern und erreicht damit die höchste Wachstumsrate unter den Spitzenverkäufern. Aber auch drei andere führende Unternehmen – Hewlett-Packard, IBM und Fujitsu – erreichten einen Absatz, der über dem Durchschnitt liegt.


Marktanalysten von Gartner sehen vor allem in den guten Werten von IBM einen Indikator für eine mögliche Aufwärtsbewegung in diesem Marktsektor. In den USA steigerten sich die Absatzzahlen im zweiten Quartal um 11,1 Prozent, wobei diese Erhöhung vor allem auf ein verstärktes Interesse der Konsumenten und des Bildungsbereiches zurückzuführen ist. Als weitere ausschlaggebende Faktoren sind die starke Preiskonkurrenz und der Verkauf von Notebooks zu nennen.


Neben der USA konnten jedoch auch alle anderen Regionen im Vergleich zum Vorjahr positive Wachstumsraten verzeichnen. Vor allem Europa, der Nahe Osten und Afrika konnten aufgrund des starken Wirtschaftswachstums die Erwartungen übertreffen. Der asiatische und pazifische Raum lag hingegen unter den Erwartungen, da vor allem die chinesische Wirtschaftstätigkeit unter SARS gelitten hat.