Der OID (links), in zylindrischer Bauform, lässt sich in ein M30-Gewinde einschrauben. Sein Bruder O5D steckt in einem eckigen Standard-Gehäuse mit den Maßen 56 mal 18,2 mal 46,5 mm.

Der OID (links), in zylindrischer Bauform, lässt sich in ein M30-Gewinde einschrauben. Sein Bruder O5D steckt in einem eckigen Standard-Gehäuse mit den Maßen 56 mal 18,2 mal 46,5 mm.IFM

Für die Anwesenheitskontrolle von Objekten in der Förder- und Handlingtechnik haben sich Lichtschranken bewährt. Ob Einweg-, Reflexionslichtschranke oder Lichttaster, alle haben spezifische Eigenschaften bezüglich der Reichweite, des Installationsaufwands oder der Erkennungssicherheit und Schaltfrequenz. Um möglichst viele Vorteile und wenig Nachteile in einem Gerät zu vereinen, setzt der Sensorhersteller IFM auf sogenannte Photo-Misch-Detektoren (PMD). Die Technik basiert auf der Laserlicht-Laufzeitmessung. Dazu sendet das Gerät ein frequenzmoduliertes Signal auf ein Objekt und analysiert die Phasenverschiebung des reflektierten Lichts. Auf diese Weise kann der Sensor den Abstand zum Objekt sehr zuverlässig und genau bestimmen. Darum hat der Hersteller den OID und den O5D auf den Markt gebracht. Ersterer, in zylindrischer Bauform, lässt sich in ein M30-Gewinde einschrauben. Sein Bruder, der O5D, steckt in einem eckigen Standard-Gehäuse mit den Maßen 56 mal 18,2 mal 46,5 mm. Beide haben gemeinsam, dass sie Objekte unabhängig von deren Farbe oder Glanz erkennen und über eine Hintergrundausblendung verfügen. Auch das Ausrichten der Sensoren ist unkompliziert: Der Reflexionswinkel hat ebenso keine Auswirkungen auf die Detektions­sicherheit wie die Bewegungsrichtung des zu erfassenden Objekts. Um die gemessenen Daten an eine Steuerung zu übertragen, verfügen die Lichtschranken standardmäßig über eine IO-Link-Schnittstelle. „Wir wollen ein System anbieten, bei dem der Kunde weiß: Dieses Gerät funktioniert in meiner Applikation“, beschreibt Michael Paintner, Geschäftsführer von IFM Syntron, den Ehrgeiz, der hinter der neuen Baureihe steckt. Neben der beschriebenen Funktionalität dient seiner Ansicht nach auch ein intuitives Teach-in als Beispiel für ein gelungenes Produkt: An der zylindrischen Version befindet sich ein Drehring mit einer Skala in Zentimeter und Zoll. Damit stellt der Anwender den Schaltpunkt ein und verriegelt das Drehrad. Fertig. Ebenso einfach funktioniert der Vorgang in der Standard-Bauform: Hier befinden sich zwei Tasten mit ‚+‘ und ‚–‘ sowie ein Display an der Oberseite des Gehäuses, die denselben Zweck wie Drehrad und Skala erfüllen.

Michael Paintner, Geschäftsführer von IFM Syntron, präsentiert den zylindrischen Photo-Misch-Detektor 'OID' der Baureihe PMD-Line.

Michael Paintner, Geschäftsführer von IFM Syntron, präsentiert den zylindrischen Photo-Misch-Detektor ‚OID‘ der Baureihe PMD-Line.David Löh/Redaktion IEE

Bekanntlich spendet Licht auch Schatten. Und hier bildet die neue Lichtschranken-Baureihe auch keine Ausnahme: Der Nachteil an den PMDs liegt in deren, im Vergleich zu Reflexionslichtschranken, niedrigen Schaltfrequenz. „Bei schnellen Zählaufgaben haben Lichtschranken Vorteile“, meint Paintner. Damit hält er sich aber nicht lange auf. Viel wichtiger ist der Blick nach vorne. Und da hat er konkrete Vorstellungen: In Zukunft sollen die Sensoren nicht nur einen Pixel auswerten, sondern die Informationen mehrerer Bildpunkte zusammenfassen und dadurch das Messergebnis wesentlich verbessern. Außerdem kann Paintner sich vorstellen, ein PMD-System zu entwerfen, das dreidimensional arbeitet, also etwa Abstand, Bewegungsrichtung und ähnliche Werte gleichzeitig erfasst.